Carsten Timm zeigt »Neue Wirklichkeiten« im Gerbereimuseum
Motto: sich irritieren lassen

Enger (WB). Carsten Timm möchte die Dinge anders darstellen, als sie normalerweise sind und präsentiert seine Kunstwerke nun bis zum 27. April im Gerbereimuseum Enger. Neben Fotografien hat Timm seinen Schwerpunkt auch auf interaktive Bilder mit technischen Komponenten gesetzt.

Montag, 04.03.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 08:22 Uhr
Carsten Timm (links) und Frank Müller hat die Kunst schon immer zusammengehalten und so eröffneten sie die Ausstellung im Engeraner Gerbereimuseum auch gemeinsam. Müller führte in die Werke des 68-Jährigen ein. Foto: Rabea Sobolewski

»Carsten Timm war der Kunst und Fotografie schon immer sehr verbunden – lassen sie sich heute mal irritieren«, führte Frank Müller, ein ehemaliger Studienkollege von Timm, in die Ausstellung ein. Timm war Lehrer für Kunst und Technik und hat nach seiner Pensionierung den Beruf zum Hobby gemacht. So erzählt er: »Während meines Lehrerdaseins blieb für die persönlichen Interessen nicht ganz so viel Zeit. Jetzt als Rentner widme ich mich ausgiebig der Fotografie und Objektkunst.« Der 68-jährige Künstler ist auch Mitglied der Bad Salzuflener Künstlervereinigung »Das Fachwerk«.

Bilder werden verfremdet

Seine Ausstellung »Neue Wirklichkeiten« besteht aus 32 Werken, die ganz unterschiedlich sind. Viele Fotografien sind auf Reisen nach Südafrika, Frankreich, Malta und Dänemark entstanden und wurden künstlerisch verändert. »Oft erregen unscheinbare oder banale Dinge meine Aufmerksamkeit und ich konserviere sie als Fotografien. Nach der digitalen Bearbeitung entstehen dann diese neuen Wirklichkeiten, also Bilder, die mehr oder weniger verfremdet sind«, so Timm.

Neben bunten Fotografien von Bussen, deren Schärfe mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms am Computer verändert wurde, zeigt die Ausstellung auch Spiegelungen und Bilder, die mit einem Scanner aufgenommen wurden.

Installation geschaffen

Ganz besonders fallen den Besuchern aber die Bilder ins Auge, die mit einem Knopf versehen sind, den man drücken kann, und wo dann eine Melodie ertönt. Die Töne reichen von Meeresrauschen und Liedgesängen bis hin zu vertonten Gedichten.

Gemeinsam mit dem Projekt »Wort wird Bild« mit Michael Hellwig, bei dem junge Autoren des »Rumpelstilzchen«-Literaturprojekts aus Enger Gedichte und kurze Prosatexte zur Verfügung gestellt haben, hat Carsten Timm aus einem literarischen Text eine Installation geschaffen, das die drei Komponenten Text, Bild und Ton vereint.

Seine Werke sind noch bis zum Samstag, 27. April, im Gerbereimuseum Enger am Hasenpatt 4 zu sehen. »Manchmal muss man die Dinge eben anders sehen, um etwas Neues zu erfahren«, erklärt Timm.

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