Abriss des Kunstpavillons samt Holzbau vorgeschlagen – Container als Zwischenlösung Grundschule Enger-Mitte fordert Neubau

Enger(WB/gge). Die Grundschule Enger-Mitte geht in die Offensive. So fordert Schulleiterin Eva Dorothee Steuer im Namen des Kollegiums und der Elternschaft, den Kunstpavillon östlich der Schule an der Poststraße sowie den dahinter befindlichen Holzbau abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.

Der Kunstpavillon und der Holzbau (links) an der Grundschule Enger-Mitte sind laut Schulleitung abgängig.
Der Kunstpavillon und der Holzbau (links) an der Grundschule Enger-Mitte sind laut Schulleitung abgängig. Foto: Gerhard Hülsegge

»Da klar ist, dass die Umsetzung der Pläne keinesfalls bis zum August 2018 realisiert werden kann, schlägt die Schule eine vorübergehende Aufstellung von entsprechend geeigneten Containern ab dem kommenden Schuljahr vor«, so die Rektorin.

Schule mit Gemeinsamem Unterricht

Steuer weist zur Begründung auf den Status als »Schule mit Gemeinsamem Unterricht« hin. Die Schule arbeitet im fünften Jahr integrativ. Von den 326 Schülern haben 16 einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Der Beschluss des Rates von 2013 zur Inklusion sei lediglich unter dem Vorbehalt der angemessenen personellen und sächlichen Ausstattung akzeptiert worden, betont Steuer. Eine äußere Differenzierung könne nur gelingen, wenn ausreichend Platz vorhanden sei, um mehrere Kleingruppen in den unterschiedlichen Lernbereichen zu fördern. »Wir haben lediglich einen (nicht gut funktionierenden) PC-Raum, eine Aula, die für den Musikunterricht genutzt wird und einen Kunstraum im alten Pavillon. Die Aula dient zudem als Garderobe für die angrenzenden Klassen. Abends wird sie vielfach von der VHS genutzt«, schildert Steuer die Situation.

Neubau für mindestens acht Gruppen

»Ein Neubau für mindestens acht Gruppen(-Räume), einen Ruheraum, eine große Mensa, einen Mitarbeiterraum sowie ein Büro und zusätzliche Toilettenanlagen ist daher mehr als angebracht«, meint Eva Dorothee Steuer. Gleichzeitig verweist sie auf den zum Programm »Gute Schule 2020« gestellten Antrag, die Heizungsanlage zu überprüfen. Morgens herrschten im Verwaltungstrakt nicht selten Temperaturen von unter 15 Grad.

Engers Stadtverwaltung hält den Antrag der Grundschule für »nachvollziehbar« und will gemeinsam mit einem externen Planungsbüro nach Lösungen suchen. Finanziert werden könnte die Schulraumerweiterung mit Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

Am Dienstag, 8. Mai, befassen sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Jugend und Sport mit dem Thema. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Rathaus.

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