Auch Durchsuchungen in NRW Verdacht auf Insolvenzverschleppung: Durchsuchungen bei Alno

Stuttgart/Enger (dpa). Bei ihren Ermittlungen zur Insolvenz des Küchenbauers Alno hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag in mehreren Bundesländern Geschäftsräume und Wohnungen durchsuchen lassen.

Mitarbeiter des insolventen Küchenhersteller Alno sind auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung.
Mitarbeiter des insolventen Küchenhersteller Alno sind auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung. Foto: dpa

Es gehe um den Verdacht der Insolvenzverschleppung und des Betruges gegen zwölf aktive und ehemalige Vorstände und Geschäftsführer der Alno AG und deren Tochterunternehmen, teilten die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit.

Am Dienstag nahmen gut 100 Ermittler zeitgleich in sechs Bundesländern Geschäftsräume der Alno AG und mehrerer Tochterunternehmen sowie einige Wohnungen unter die Lupe.

Die Alno AG aus Pfullendorf und die Tochterfirmen Wellmann aus NRW und Pino aus Sachsen-Anhalt hatten vergangenes Jahr nach jahrelanger finanzieller Misere Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Martin Hörmann geht aber davon aus, dass das Unternehmen schon deutlich eher zahlungsunfähig war. Anfang Februar hatte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen bekannt gemacht, aber keine Details genannt.

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