Tag der offenen Tür an der Realschule Enger – Kinder und Eltern informieren sich Motto: »Guck zu, mach mit«

Enger (WB/dd). Die Bläserklasse gibt den Auftakt. Hunderte Besucher drängen zur Begrüßung von Schulleiter Joachim Blombach und seiner Stellvertreterin Beatrix Diel in die Aula. Zum Tag der offenen Tür waren Viertklässler und ihre Familien eingeladen, um sich vor dem anstehenden Schulwechsel über die Realschule Enger zu informieren. Die Bildungseinrichtung ist in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen.

Lenny (von links), Lauritz, Vanessa und Klara zeigen Gemüse aus dem Schulgarten im Vergleich zu Supermarkt-Einkäufen. Beim Anbau hatten sie mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Lenny (von links), Lauritz, Vanessa und Klara zeigen Gemüse aus dem Schulgarten im Vergleich zu Supermarkt-Einkäufen. Beim Anbau hatten sie mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen. Foto: Daniela Dembert

Zum einen liegt das an der Schließung der benachbarten Hauptschule und dem Auslaufen der Realschule in Spenge, zum anderen an der pädagogischen Arbeit, wie sie das Credo der Bildungseinrichtung (»Wir machen gute Schule«) verheißt. »Das Lernen lernen ist einer unserer Schwerpunkte«, erklärte Joachim Blombach. In mehreren über das Jahr verteilten Schwerpunkttagen erarbeiten die Schüler Lern- und Präsentationsstrategien. »Unsere Schule zeichnet sich auch durch die intensive Lese- und Rechtschreibförderung aus. Mittlerweile wird unser ReLv-Programm auch von anderen Schulen übernommen«, ergänzte Beatrix Diel.

Zwei Profilklassen

Unter dem Motto »Guck zu, mach mit« waren die Grundschüler eingeladen, aktiv am Unterricht der fünften und sechsten Klassen teilzunehmen. Zum »Einstein junior« wurden die Besucherkinder beim Experimentieren in den Naturwissenschaften. Unterdessen gab es für die Eltern Informationen zum Schulkonzept, die Staffelung der Fremdsprachen, zum Mensa-Essen, dem Schulbusverkehr und zur Hausaufgabenbetreuung. Neben den regulären Klassen können künftige Schüler zwischen zwei Profilklassen, Bläser- oder Fitnessklasse, wählen.

In Sachen Berufswahlkonzept setzt die Realschule auf Kooperationen, beispielsweise mit der Firma Boge Kompressoren. »Wir fahren zweigleisig, indem wir sowohl auf die Berufswahl als auch auf die gymnasiale Oberstufe vorbereiten«, so der Schulleiter.

Klassenarbeiten zeitgleich

Hilfreich für die Sicherung einheitlicher Qualitätsstandards an der wachsenden Schule ist das parallele Arbeiten innerhalb der Jahrgänge. »Klassenarbeiten werden zeit- und inhaltsgleich geschrieben und die Lehrer stehen im Austausch miteinander«, sagte Joachim Blombach.

An die reguläre Unterrichtszeit schließen sich Arbeitsgruppen an. In der Lego-AG werden Roboter aus bunten Bausteinen zusammengesetzt und für verschiedene Befehle programmiert. Die Bio-AG kümmert sich um die schuleigenen Bartagamen und argentinischen Waldschaben. Gemeinsam werden Tiere und Pflanzen erforscht und Gemüse im Schulgarten angebaut. Das schafft bei den Kindern ein Bewusstsein für die Herkunft ihres Essens«, meint AG-Leiter Meinolf Sandmeyer.

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