Kinderbuch greift Geschichte und Mythen über Widukind auf Sagenheld endlich auch für die Kleinen

Enger (WB). Vor mehr als 1200 Jahren lebte Widukind. Das Museum in Enger, das sich mit der Geschichte des Sachsen-Herzogs beschäftigt, wurde vor knapp 80 Jahren gegründet. Jetzt gibt es das erste Kinderbuch, das geschichtliche Fakten und Mythen über Widukind illustriert.

Von Thomas Klüter
Passend zu Weihnachten: Autorin Ulrike Kindermann und Hobby-Illustrator Wolfgang »Percy« Oehme haben mit dem Kinderbuch über Widukind etwas ganz Neues geschaffen. Für kleine Leser von acht bis 14 Jahren ein spannendes Geschenk.
Passend zu Weihnachten: Autorin Ulrike Kindermann und Hobby-Illustrator Wolfgang »Percy« Oehme haben mit dem Kinderbuch über Widukind etwas ganz Neues geschaffen. Für kleine Leser von acht bis 14 Jahren ein spannendes Geschenk. Foto: Thomas Klüter

»Regelmäßig haben uns Besucher gefragt, ob wir nicht irgendwas über Widukind für Kinder hätten«, sagt Regine Krull, Leiterin des Widukindmuseums. »So entstand die Idee, ein Kinderbuch mit Mythen, Sagen und Fakten zu entwickeln«. Die gebürtige Bielefelderin und jetzige Engeranerin Ulrike Kindermann sollte sich Gedanken über die Umsetzung machen. »Ich hab erst gedacht, das kann ich nicht«, sagt die Autorin.

Widukind oder Wittekind

Dann entstanden aber doch die ersten Ideen: Mona und ihre Brüder Tommy und Sascha, drei Kinder aus Bielefeld, machen sich auf die Suche nach Wahrheiten über den Sachsen-Herzog. Ob er eigentlich Widu- oder Wittekind heißt – oder ob das vielleicht zwei verschieden Personen sind – wollen die drei herausfinden. Was damals tatsächlich passiert ist und was über die Jahrhunderte dazu gedichtet wurde, versuchen sie aufzudecken. Sie machen sich auf den Weg zu Denkmälern und historischen Hinweisen auf das Leben des Sachsen-Herzogs.

Kein Geschichtsbuch, sondern eine spannende Gegenwartserzählung über Fantasie, Wahrheit und über Enger ist so entstanden. Die Bilder und Illustrationen in dem 128 Seiten starken Buch zeichnete Wolfgang Oehme, der in Enger und darüber hinaus als Sänger und Musiker »Percy« bekannt ist. »Das sind die Bilder meiner Kindheit«, sagt der gebürtige Engeraner. »Meine Mutter hat mir viele dieser Geschichten erzählt und mein Vater war Grafiker und hat solche Dinge illustriert.«

Unterstützung durch Stiftung

Möglich geworden ist das Buchprojekt durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Heckewerth. Dr. Roland Siekmann, vom TPK-Regionalverlag in Bielefeld, brachte das Buch jetzt heraus. Für 12,80 Euro ist es in Enger im Museum, im Haus der Bücher und bei Bürosysteme Schultz erhältlich. Bestellt werden kann es in jeder Buchhandlung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.