Rollender Laden sichert Nahversorgung in Pödinghausen Verkaufswagen hat 1000 Brötchen an Bord

Enger (WB). An der Jöllenbecker Straße gibt es bald wieder Brötchen: Jörg Höke wird vor der ehemaligen Filiale des Bäckerjungen mit seinem Verkaufswagen Backwaren, Gemüse, Fleisch und mehr anbieten. Am Samstag, 26. August, geht es los.

Von Daniela Dembert
Olga Faust und Victoria Dombrowski (hinten von links) sind die Gesichter des Verkaufswagens donnerstags und samstags. Auf einen guten Start für das Mobil hoffen auch (vorn) Tim Hensel, Wilhelm Walkenhorst, Karin Gessner und Jörg Höke.
Olga Faust und Victoria Dombrowski (hinten von links) sind die Gesichter des Verkaufswagens donnerstags und samstags. Auf einen guten Start für das Mobil hoffen auch (vorn) Tim Hensel, Wilhelm Walkenhorst, Karin Gessner und Jörg Höke.

Der Eierhof Höke wird samstags von 7.30 bis 11 Uhr und donnerstags 16.30 bis 17 Uhr mit einem Verkaufswagen den Kunden neben Gebackenem eine Auswahl von Obst, Gemüse, Milchprodukten, Eiern, Fleisch- und Wurstwaren heimischer Produzenten anbieten.

1000 Brötchen

Beim Bäckerjungen, der Insolvenz angemeldet hat, seien an Samstagen zwischen 800 und 1000 Brötchen über den Tresen gegangen. Mit ungefähr dieser Zahl wolle man jetzt kalkulieren, berichtet Jörg Höke.

Engagierte Bürger hatten sich in Pödinghausen zur Interessengemeinschaft (IG) Brötchen formiert und nach einer Lösung für das Fehlen eines Nahversorgers und dörflichen Kommunikationspunkts gesucht. »Bei allen Beteiligten haben wir offene Türen eingerannt und alle Parteien an einen Tisch gebracht«, erzählt Thorsten Krause von der IG Brötchen. Jetzt gelte es abzuwarten, wie viel Zuspruch der Verkaufswagen seitens der Bürger erhalten.

Breites Angebot am Wagen

Das Angebot, das die Bürger erwartet. ist breit gefächert: Eier, Geflügel und Schweinefleisch liefert Höke aus eigener Freilandhaltung, haltbare Eintöpfe kommen von der Fleischerei Kühn, Obst vom Hiddenhauser Anbauer Otte, Kartoffeln und Gemüse stammen ebenfalls aus der Region. »Wir versuchen, mit anderen heimischen Produzenten zu kooperieren, weil die Nachfrage nach regionalen Produkten steigt. Verbraucher schauen wieder genauer darauf, was sie kaufen und wo die Waren herstammen«, weiß Victoria Dombrowski vom Höke-Team.

Regionale Erzeugnisse

»Das Vertrauensverhältnis ist wichtig. Wir hoffen, durch die Kundennähe mit dem Verkaufswagen noch mehr Menschen für regionale Erzeugnisse begeistern zu können«, sagt Jörg Höke. Deshalb wird der Verkaufswagen auch donnerstags in der Zeit von 16.30 bis 17 Uhr an der Jöllenbecker Straße stehen. Dann sind auch Vorbestellungen für das Samstagsgeschäft möglich. 14-tägig wird Höke zudem donnerstags durch Pödinghausen fahren und an mehreren Stationen Halt machen. Für eine auf den Stadtteil zugeschnittene Variante hält auch Tim Hensel den Verkaufswagen. Ansässig im Industriegebiet, wird die Bäckerei das Mobil mit frischen Backwaren ausstatten. »Wir sind mit unserem Betrieb auch Pödinghauser und fühlen uns verpflichtet, uns einzubringen. Ich halte einen Wagen, der verschiedene Punkte anläuft für eine optimale Lösung.« »Wir überlegen, einmal wöchentlich einen Bürgertreff hier im Laden einzurichten. Wilhelm Walkenhorst würde die Räumlichkeiten dafür stellen«, erzählt Karin Gessner von der IG Brötchen. Das sei allerdings noch nicht spruchreif. »Eine Umnutzung des Ladenlokals unterliegt auch wieder anderen Anforderungen und Vorgaben. Möglicherweise müssten wir dafür einen Verein gründen«, räumt Joachim Eise­mann ein.

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