Küchenbauer erwirtschaftet 2016 ein Defizit von 67 Millionen Alno verbucht hohe Verluste

Pfullendorf/Enger (WB/oh). Der inzwischen insolvente Küchenbauer Alno AG mit der Tochter Wellmann in Enger hat am Freitag nach mehrfacher Verschiebung erste Zahlen für das Jahr 2016 vorgelegt. Die Bilanz ist – wie erwartet – geprägt von tiefroten Zahlen.

Der Sitz der Alno-Tochter Wellmann in Enger.
Der Sitz der Alno-Tochter Wellmann in Enger. Foto: Oliver Schwabe

Unter dem Strich steht ein Verlust von 67,2 Millionen Euro. Im Jahr zuvor lag der Fehlbetrag noch bei 4,4 Millionen. Der Umsatz sank derweil um 5,4 Prozent von 521,5 auf 493,2 Millionen Euro.

Die finanzielle Misere wird auch durch das negative Eigenkapital deutlich: es lag schon zum Jahreswechsel bei minus 98,6 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch minus 30,6 Millionen.

Wegen Zahlungsunfähigkeit hat Alno am 12. Juli einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Seither arbeitet das Unternehmen mit externer Unterstützung an einem Sanierungsplan. Ob weitere Jobs wegfallen sollen oder Einsparungen geplant sind, ist bislang unklar. Die Löhne und Gehälter der 1900 Mitarbeiter – darunter 450 bei Wellmann in Enger – sind bis einschließlich September über das Insolvenzgeld gesichert.

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