Gymnasiasten beenden Schuljahr mit gelungenem Sommerkonzert Fulminanter Schlussakkord

Enger (WB). Wenn die Bearbeitungen schöner klingen als das Original, dann haben Arrangeure und Musiker einiges richtig gemacht. Beim Sommerkonzert des Widukind-Gymnasiums war genau dies über weite Teile der Fall, so dass der Schlussapplaus in der vollbesetzten Aula mehr als gerechtfertigt war.

Von Thomas Meyer

Die wohltuende Kürze der jüngsten Weihnachtskonzerte ist den Organisatoren ein bisschen abhanden gekommen, so dass die Ensembles beim sommerlichen Gegenstück aus dem Vollen schöpfen konnten. Vorteil: Die meisten Gruppen bekamen mehrere Auftritte und konnten so, teils in wechselnden Besetzungen, viele Facetten ihres Könnens zeigen. Dass sich auch zum Ende hin, nach mehr als zwei Stunden Spieldauer, keine Längen einschlichen, lag an der gekonnt gezogenen Spannungskurve.

Big-Band spielt »Ghostbusters«-Theme

Um daher ausnahmsweise mit dem fulminanten Schluss zu beginnen: Nachdem die Big-Band mit einem famos inszenierten »Ghostbusters«-Theme und einem nicht minder flotten »Uptown Funk« von Bruno Mars die Zielgerade bereitet hatte, schaltete sich das Orchester mit der »James Bond«-Titelmusik ein. Nach kurzem Schostakowitsch-Walzer-Intermezzo bedienten sich die Gymnasiasten erneut bekannten Melodien aus der Filmwelt und ließen in einem beeindruckenden Zusammenspiel zwischen Big-Band und Orchester »Jurassic Park«, »E.T.« und »Star Wars« erklingen.

Wie souverän die Akteure an ein Sommerkonzert herangehen, zeigte sich bei diesem Finale auch optisch. Orchesterleiterin warf sich kurzerhand ein Jedi-Ritter-Kostüm über, tauschte Taktstock gegen Laserschwert und dirigierte drauf los, dass es eine wahre Freude war. Nicht aufgesetzt, nicht kindisch, sondern als I-Tüpfelchen auf einer gelungenen Gesamtperformance.

Letztere begann mit den Bläser- und Streicherklassen, in denen das Widukind-Gymnasium seinen musikalischen Nachwuchs formt, erstreckte sich über die Beiträge der Vororchester unter Leitung von Angela Vehling und hörte mit dem abwechslungsreichen Song-Portfolio des Jazz-Rock-Ensembles von Klaus Brandmeier lange nicht auf. Schülerin Cara Sewing glänzte erneut als Ausnahmetalent, spielte Soli und dirigierte das Vororchester. Der Schulchor unter Leitung von Martina Bruns lockerte Instrumentalpassagen mit trefflichem Gesang auf. »Wenn schon ein ganz kleines Lied viel Dunkel erhellen kann«, zitierte Schulleiter Dr. Ulrich Henselmeyer Franz von Assisi, »dann ist unsere Aula heute Abend strahlend hell erleuchtet.« Dem ist nichts hinzuzufügen.

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