Nicht nur das Ensemble Stimmwerck glänzt bei Pfingstmatinee Musikalische Hommagean Königin Mathilde

Enger (WB). Mittelalterliche trifft barocke Musik. Die Pfingstmatinee in der Stiftskirche Enger stand unter dem Motto »Und ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache«.

Von Ann Christin Klute
Das Posaunenquartett präsentiert sich in historischen Kostümen: Matthias Weiß (von links), Christoph Ogawa-Müller, Florian Darm und Hendrik Grothaus zeigen, was in den Blasinstrumenten und den Musikern steckt.
Das Posaunenquartett präsentiert sich in historischen Kostümen: Matthias Weiß (von links), Christoph Ogawa-Müller, Florian Darm und Hendrik Grothaus zeigen, was in den Blasinstrumenten und den Musikern steckt.

»Mittelalterliche Musik haben wir in das Programm aufgenommen, da zu dieser Zeit Königin Mathilde lebte. Romantik und Gotik passen zum Mittelalter. Die Pfingstmatinee ist schon eine jahrzehntelange Tradition«, erklärte Christoph Ogawa-Müller von Enger impulsiv.

Erna Hellinge-Bucher und ihre Söhne Stefan und Andreas Hellinge brachten das Konzept »Pfingstmatinee« nach Enger. Die Brüder waren Schüler an der Musikschule in Bielefeld und engagierten sich dort für eine Matinee. Dieses wollten sie auch in Enger etablieren. Die romantisch-gotische Stiftskirche bietet den richtigen Rahmen für die Veranstaltung. Die Idee dahinter ist, barocke Musik in klassischen Kostümen von unterschiedlichen Musikern präsentieren zu lassen. Damit wird Pfingsten zu einem musikalischen Erlebnis. Musikalisch wie optisch wurde den Zuhörern viel geboten.

Ensemble Stimmwerck brilliert

Das Ensemble Stimmwerck aus Bielefeld spielte mittelalterliche Musik. Tanzbässe, freie Improvisation und Bergamaska – Werke von Diego Ortiz und drei kleine Tänze aus der Sammlung von Michael Praetorius. Auch die Vielfalt der Blockflöte in unterschiedlichen Größen und Tonarten wurden hier deutlich. Das Posaunentrio widmete sich der barocken Musik. Gespielt wurde unter anderem Valentin Rathgebers »Sonata aus einer Tafelmusik«. Zum Trio gehören Christoph Ogawa-Müller, Florian Darm und Hendrik Grothaus. Zwischenzeitlich wurde das Trio vom Solo-Posaunisten Matthias Weiß unterstützt. Weiß spielt am Landestheater in Detmold.

Am Cembalo begeisterte Kumiko Ogawa-Müller mit der »Französische Suite IV – Allemande, Sarabande, Air« von Johann Sebastian Bach. Den Abschluss bildete die Sonata 1 in F-Dur von Benedetto Marcello. »Diese Cello-Sonate posaunistisch zu interpretieren, ist eine Herausforderung« sagte Christoph Ogawa-Müller.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.