Anmeldezahlen liegen vor: Gesamtschule Spenge und Gymnasium Enger vierzügig Realschule besonders gefragt

Enger/Spenge (WB). Gesamtschule, Realschule oder Gymnasium? Anfang des Jahres stehen die Eltern der Viertklässler vor der Wahl der weiterführenden Schule. Nach Ende des Anmeldezeitraums zeigen sich die Schulleiter aus Enger und Spenge zufrieden.

Von Christina Bode
Welche Schule ist die richtige? Für die Viertklässler aus Enger und Spenge entscheidet sich in diesen Tagen, wie ihre schulische Laufbahn weitergeht. Ein Großteil der Grundschüler wird zur Realschule gehen, aber auch Gymnasium und Gesamtschule sind gefragt.
Welche Schule ist die richtige? Für die Viertklässler aus Enger und Spenge entscheidet sich in diesen Tagen, wie ihre schulische Laufbahn weitergeht. Ein Großteil der Grundschüler wird zur Realschule gehen, aber auch Gymnasium und Gesamtschule sind gefragt. Foto: dpa/Patrick Seeger

Spitzenreiter ist die Realschule Enger. 132 Viertklässler wurden hier angemeldet. Damit kann Schulleiter Joachim Blombach im kommenden Schuljahr fünf Eingangsklassen bilden. »Im vergangenen Jahr hatten wir 150 Anmeldungen und waren sechszügig. Das muss nicht noch einmal sein«, sagt der Schulleiter.

Denn schon jetzt würde die Schule teilweise am Rande ihrer Kapazitäten arbeiten. Nachdem die Rolf-Dircksen-Hauptschule 2016 ausgelaufen ist, nutzt die Realschule mittlerweile das komplette Nachbargebäude. Grundsätzlich sei es ihm wichtig, guten Unterricht anbieten zu können und das sei in Klassen mit 26 bis 27 Schülern gut möglich.

Realschule ist bei Eltern gefragt

In den Anmeldezahlen würde sich auch die bevorstehende Schließung der Realschule Spenge bemerkbar machen. »Seitdem dort keine Eingangsklasse mehr gebildet wird, haben wir mehr Anmeldungen. Das zeigt, dass die Schulform bei Eltern weiterhin gefragt ist«, sagt Blombach. Zwar würden auch Kinder mit Hauptschulempfehlung an der Realschule angemeldet, »ich habe aber den Eindruck, dass diese Kinder eher zur Gesamtschule gehen«, sagt Blombach.

90 Anmeldungen kann Hartmut Duffert, Schulleiter der Regenbogen-Gesamtschule Spenge aktuell vermelden. »Von vier Kindern weiß ich, dass sie noch angemeldet werden«, sagt er. 96 Kinder benötigt Duffert allerdings, um vier Klassen bilden zu können. »Aus der Erfahrung weiß ich, dass immer noch ein paar Nachzügler hinterherkommen«, sagt er und verweist auf das vergangene Jahr. 96 Kinder hatten sich damals zu Schuljahresbeginn angemeldet, mittlerweile besuchen 100 Schüler die fünfte Klasse.

Antrag auf Dreizügigkeit im Schulausschuss

Der Form halber muss Duffert im Schulausschuss einen Antrag auf Dreizügigkeit stellen – mit der Option, auf vier Klassen aufstocken zu können. Dieses Jahr handele es sich um einen recht schwachen Jahrgang. »In den nächsten Jahren werden es wieder mehr Schüler, so dass wir unsere Vierzügigkeit sicher halten können«, vermutet der Schulleiter.

Sehr gefragt ist die gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule. Zusätzlich zu den 55 Gesamtschülern, die an der Schule ihr Abitur machen wollen, haben sich 69 Jugendliche anderer Schulformen angemeldet. »Erfahrungsgemäß kriegen einige ihren Q-Vermerk nicht oder entscheiden sich doch für eine Ausbildung, so dass ich davon ausgehe, dass wir wieder um die 100 Schüler in der Stufe elf (EF) haben werden«, sagt Duffert.

Eine »erfreuliche Bestätigung« sieht auch Ulrich Henselmeyer, Schulleiter des Widukind-Gymnasiums in den 110 Anmeldungen an seiner Schule. »Das sind 15 Kinder mehr als im Vorjahr«, berichtet er. Henselmeyer ist zuversichtlich, die für die kommenden Jahre prognostizierte Vierzügigkeit halten zu können. Mit 28 zusätzlichen Neuanmeldungen hat er in der Oberstufe einen Klassenzug dazugewonnen.

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