Feuerwehr zieht den Baum empor – Chöre treten auf – zahlreiche Besucher Enger und Spenge begrüßen den Mai

Enger/Spenge(WB). Die einen setzen auf Tradition, die anderen auf Neuerungen. Gelungen aber sind alle Maifeiern in Enger und Spenge, nicht zuletzt dank des Wetterwechsels passend zum Maibeginn. Im Zentrum der Feierlichkeiten standen jeweils die Maibäume mit ihren bunten, geschmückten Kronen.

Von Thomas Meyer und Daniela Dembert
Kay Janßen und Robin Scheffer von der Löschgruppe Oldinghausen/Pödinghausen haben die Maikrone ihres Baumes sicher im Griff.
Kay Janßen und Robin Scheffer von der Löschgruppe Oldinghausen/Pödinghausen haben die Maikrone ihres Baumes sicher im Griff. Foto: Thomas Meyer

Die wohl auffälligste Konzeptänderung verbuchte der Schützenverein Nordengerland. Hier gab es erstmals ein großes Festzelt, für Livemusik sorgte das Trio Infernale. Für Jens Kosmiky, Sebastian Dold und Jenne Gläsker dürfte es ein noch deutlicheres Heimspiel gewesen sein als andere Auftritte in Enger, weil mittlerweile ein Großteil ihrer Fangemeinde in Besenkamp und Belke-Steinbeck beheimatet ist. Mit »Country Roads«, »Love is in the air« und »Marmor, Stein und Eisen bricht« lieferte das Trio genau das, was beim mehr als 400-köpfigen Publikum ankam.

Fest für Kinder

Eine gegensätzliche Entwicklung zeigt die Maifeier in Westerenger: weg vom Tanz, hin zum Kinderfest. So war der Kirchplatz dank Spielmobil, Kinderschminken, Luftballonwettbewerb und vieler weiterer Aktionen von Kindergarten und Grundschule den ganzen Samstagnachmittag über bestens besucht. »In Westerenger funktioniert ein Kinderfest am besten. Persönlich finde ich es auch am schönsten, wenn viele Kinder da sind«, sagte Organisatorin Rosemarie Oberschelp.

Traktoren im Einsatz

Wiederum ganz anders gehen die Alttraktorenfreunde Dreyen die »Maibaumsache« an. »Bei uns braucht es nicht viel: Maibaum, Dunkelbier aus dem Jauchefass, Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen reichen auf dem kleinen Dorf, damit die Leute ins Gespräch kommen und sich wohlfühlen«, erklärte Vereinspressesprecher Hartmut Vogt. Die gemütliche Atmosphäre erlaubt auch das spontane Singen. Bei »Der Mai ist gekommen« stimmten am Sonntagmorgen alle Besucher mit ein.

Die Löschgruppe Oldinghausen-Pödinghausen schließlich ist seit vier Jahren mit einer Maifeier am Sonntag dabei. Hüpfburg, Wurfbude, Zuckerwatte und Ulrich Tuxhorn an der großen Bratkartoffelpfanne garantierten ein buntes Programm.

In Hücker-Aschen errichtete die Freiwillige Feuerwehr den Maibaum, für das leibliche Wohl sorgte der Turn- und Sportverein. Liebgewonnene Tradition: der Männergesangverein trug Frühlingslieder vor und lud die Anwesenden zum Mitsingen ein. Wegen des Stadtfeuerwehrfestes hat sich die Löschgruppe Wallenbrück in diesem Jahr weitestgehend aus der Maibaumveranstaltung herausgehalten. Dennoch mussten Besucher auf dem Platz vor der alten Schule nichts missen – der Maibaum wurde errichtet, der Männergesangverein Polyhymnia sorgte für Verköstigung und Lieder, auch der Posaunenchor Wallenbrück-Bardüttingdorf trat auf. Eine Premiere feierte der TSV RW Dreyen. Er richtete erstmals eine Maiparty aus. Pech hatte der Lenzinghauser Löschzug beim Aufstellen des Maibaums an der Bülownase. Der Mast stürzte um und brach. Vermutlich war das Holz durch ungünstige Lagerung morsch geworden. »Wir sind froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist«, so Pressesprecher Michael Nienaber. Bei der Maifeier im Anschluss war die Stimmung dann wieder gut.

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