Emotionale Debatte um Beitritt Bündes zum Bündnis „Sichere Häfen“ – Rat verweist Antrag in Ausschuss – Linkspartei kritisiert Bürgermeisterin
Soll die Stadt mehr junge Kriegsflüchtlinge aufnehmen?

Bünd (WB) -

Über den Antrag, ob Bünde zehn minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aus griechischen Auffanglagern aufnehmen soll, ist es im Stadtrat zu einer emotionalen Debatte gekommen. Im Nachklapp der Diskussion äußert die Linkspartei Kritik an Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger und Teilen der Grünen-Fraktion. Von Daniel Salmon
Donnerstag, 15.04.2021, 19:09 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.04.2021, 19:09 Uhr
SPD, Grüne und Linke wollen, dass Bünde dem Städtebündnis „Sichere Häfen“ beitritt und freiwillig minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aufnimmt. Foto: Michael Varaklas
  Konkret hatten SPD, Linke und Grüne gefordert, dass Bünde dem Bündnis „Sichere Häfen“ beitritt. Damit hatten die Parteien auch die Forderung verknüpft, dass die Kommune – zusätzlich zur bestehenden Zuweisungsquote - weitere junge Flüchtlinge aus Krisengebieten aufnimmt. In der Ratssitzung am Dienstagabend ergreift zunächst Oliver Uhlich (CDU) das Wort. Der Christdemokrat, selbst Traumapädagoge bei einem Jugendhilfeträger, weist auf die fehlenden Kapazitäten vor Ort für die Unterbringung und Betreuung von schwer traumatisierten minderjährigen Kriegsflüchtlingen hin. Die Stadt Bünde selbst unterhalte keine entsprechenden Einrichtungen. „Also müsste man auf freie Träger zurückgreifen. Aber das geht nicht. Wir laufen seit Jahren am Limit“, so Uhlich weiter.
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