Abgebrannte Bünder Kita Krempoli: DRK wendet sich schriftlich an die Eltern
Kein Termin für Neustart in Sicht

Bünde (WB) -

Wie schaut es derzeit mit der DRK-Kita Krempoli aus? Dreimal ist die Einrichtung in den vergangenen Monaten in Brand gesteckt worden. Vor gut zwei Wochen wurden zahlreiche Wohn-Container, die als provisorische Kindertagesstätte dienen sollten, ein Raub der Flammen.

Freitag, 05.03.2021, 09:06 Uhr
Die Container, die als provisorische Kita dienen sollten, wurden von einem Unbekannten in Brand gesteckt. Foto: Daniel Salmon

In einem Brief wendet sich der DRK-Kreisverband Herford-Land, der Träger dieser Einrichtung ist, nun an die Eltern, um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten. Darin heißt es: „Erst einmal freuen wir uns sehr, dass das Team der Kita Krempoli Ihre Kinder weiterhin in den Siedlungshäusern betreuen kann . Eine Verlängerung der Nutzungsgenehmigung für die Häuser in der Carl-Severing-Straße und der Karl-Arnold-Straße haben wir bei der Stadt Bünde beantragt.“ Mittlerweile könne auch der Spielplatz an der alten Kita mit den Kindern genutzt werden.

Leider sei es dem DRK-Kreisverband derzeit noch nicht möglich, ab dem kommenden Montag, 8. März, den kompletten Betreuungsumfang anzubieten. Allerdings schaffe es das Kita-Team, die Betreuungszeiten um jeweils fünf Wochenstunden zu erhöhen. Falls es nicht zu Quarantänemaßnahmen komme (dann wäre eine Gruppenschließung die Folge), sei sei dies für die Eltern ein weiterer Schritt in Richtung Normalität. „Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass für unser Personal die Situation noch längst nicht ‚normal‘ ist. Die Bedingungen in den Siedlungshäusern sind alles andere als optimal. Trotzdem schaffen es die Kolleginnen und Kollegen in dieser Situation, Ihre Kinder professionell und herzlich zu betreuen“, heißt es weiter in dem Schreiben. „Dieses ist unser größtes Anliegen und das Team der Kita ist trotz der widrigen Umstände weiterhin hoch motiviert. Darauf sind wir sehr stolz!“

Die Kripo habe ihre Ermittlungen am Tatort (Container-Kita) beendet und diesen wieder freigegeben. Nun müsse geklärt werden, welche Container weiterhin nutzbar seien und welche ausgetauscht werden müssten. Hierzu sei ein Gutachter hinzugezogen worden. Danach beginne der Abbau der nicht mehr zu benutzenden Container. Zeitgleich sei die zuständige Fachfirma damit beschäftigt, Container für den Austausch vorzubereiten. Darüber hinaus müsse vor dem Neuaufbau per Bodenanalyse geklärt werden, ob sich, bedingt durch den Brand, Schadstoffe im Boden befinden würden. „Sie sehen also, es ist noch sehr viel zu tun, bevor wir Ihnen ein konkretes Datum für den Bezug der Container-Kita nennen können“, so der DRK-Kreisverband.

Das Thema Videoüberwachung werde mit Blick auf die Sicherheit und Schutz intensiv diskutiert . Das DRK habe sich für eine Videoüberwachung entschieden. Diese sei schon in Betrieb, müsse aber noch ausgebaut und erweitert werden. Hierfür sei man mit entsprechenden Fachfirmen aus dem Bünder Raum im intensiven Kontakt. Zusätzlich sei ein Sicherheitsdienst 24 Stunden vor Ort. „Es bleibt zu hoffen, dass der oder die Täter gefasst werden. Solange dies nicht geschehen ist, bleibt bei allen Beteiligten ein ungutes Gefühl.“

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