Standort-Aufgabe in Spradow, Südlengern, Westerenger, Valdorf und Bischofshagen
Sparkasse Herford schließt fünf Filialen

Herford (WB) -

Die Sparkasse Herford verkleinert ihr Filialnetz: „Fünf kleinere der 30 Standorte werden in diesem Jahr mit nahe gelegenen größeren zusammengelegt“, sagt Vorstand Horst Prüßmeier.

Sonntag, 28.02.2021, 15:40 Uhr
Die Sparkassen-Zentrale in der Herforder Innenstadt. Hier werden die wichtigen Entscheidungen getroffen. Foto: Moritz Winde

Hierbei handelt es sich um die Filialen in Spradow, Südlengern, Westerenger, Valdorf und Bischofshagen. „Alle diese Kleinstfilialen sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 für den allgemeinen Kundenverkehr geschlossen, und die Kundinnen und Kunden nehmen seitdem die Service- und Beratungsleistungen in den größeren Filialen in Anspruch.“ Auch künftig werde die Sparkasse das dichteste Filialnetz aller Kreditinstitute im Kreis Herford haben.

Dazu zählen nach eigenen Angaben die fünf großen Beratungszentren in Herford, Bünde, Löhne, Enger und Vlotho, 20 personenbesetzte Filialen und mehr als 100 Geldausgabeautomaten. Auch die SB-Services würden weiter vor Ort zur Verfügung stehen.

Erst zu Jahresbeginn hatte die Sparkasse für Neukunden Negativzinsen eingeführt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den kleinen Standorten seien bereits in den größeren Filialen im Einsatz. „Wir sind überzeugt, dass die Stärkung der nur wenig entfernten größeren Standorte in Verbindung mit dem Ausbau der SB-Angebote und der digitalen Dienstleistungen ein echter Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden sein wird“, sagt Horst Prüßmeier.

Für einige der fünf kleinen Standorte gibt es erste Überlegungen zur zukünftigen Nutzung: Valdorf und Bischofshagen sollen zu Hausarztpraxen werden. Jüngstes Beispiel dafür ist die Filiale im Löhner Ortsteil Ostscheid, bei dem die Sparkasse Platz machte für eine Hausarztpraxis. Die Kunden werden in der 2,5 Kilometer entfernten größeren Filiale in Mennighüffen beraten.

Ostscheid ist bereits der dritte Standort, den die Sparkasse für eine Hausarztpraxis zur Verfügung stellt. Bereits 2015 wurde die Filiale Dünne verkauft und Domizil eines Arztes. Im Dezember des vergangenen Jahres teilte die Sparkasse dann mit, dass ihre Filiale Exter verkauft wird und künftig ebenfalls als Hausarztpraxis dient. Der renovierte SB-Bereich in Exter sei im November 2020 neu eröffnet und von den Kunden gut angenommen worden.

Als Grund für die Schließungen der Filialen nennt das Kreditinstitut ein rasant verändertes Kundenverhalten sowie sich ändernde Rahmenbedingungen. Dazu zählten neue technische Lösungen ebenso wie die demografische Entwicklung. Online-Banking sei nur einer von vielen Stichpunkten.

Übrigens: Drei der derzeit geschlossenen acht kleinen Filialen – Obernbeck, Schweicheln und Melbergen – würden wieder geöffnet, sobald die Lage rund um die Pandemie dies zulasse.

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