Besondere Herausforderung bringt dem CVJM Rödinghausen auch besonders viele Spenden
Tannensammlung beschert fast 10.000 Euro

Rödinghausen (WB) -

So richtig konnte vorher keiner einschätzen, wie gut die Aktion „Nadelnder Tannenbaum“ in diesem Jahr von den Rödinghausern angenommen wurde.

Sonntag, 07.02.2021, 15:53 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 10:16 Uhr
Mit Abstand wirft Jan Bergmann einen Tannenbaum auf den Hänger zu Niklas Dettmer. Dennis Worminghaus blieb während der Sammlung im Führerhaus des Schleppers.

Die drei CVJM-Vereine Bieren, Westkilver und Rödinghausen sorgten dafür, dass die seit vielen Jahren stattfindende Aktion auch diesmal ein Erfolg wurde: eben mit den besonderen Hygiene-Maßnahmen, die aktuell gelten.

„Wir haben im Vorbereitungsteam lange darüber gesprochen, Ideen gesammelt, ein Hygienekonzept erarbeitet und das dann alles mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt“, erinnert sich Mitorganisator Daniel Finke. „Als dann das Okay vom Ordnungsamt kam, war klar: Wir machen das – nur eben anders.“

Damit waren die Rödinghauser CVJMler die einzigen im Kreisverband, die an der Aktion „Nadelnder Tannenbaum“ auch während der Corona-Pandemie festgehalten haben.

„Wir haben natürlich überlegt, ob wir die Sammlung genehmigen können“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux. „Das Konzept war aber gut, die Vorbereitungen sorgfältig und eine Alternative, zum Beispiel die Sammlung durch einen Entsorger, hätte die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nicht besser gewährleisten können.“

Klar war, dass bei der Sammel-Aktion der Abstand eingehalten werden musste. Der Fahrer verließ deshalb die Schlepperkabine nicht, auf dem Hänger waren nur dann mehr als ein Helfer, wenn sie aus einem Haushalt kamen, und der Baumsammler blieb weit neben dem Gespann und warf die Tannenbäume Richtung Hänger.

Klar war auch, dass die Spenden dieses Mal nicht direkt übergeben werden durften. Stattdessen steckte ein weiterer CVJMler alleine Flyer in alle Briefkästen. Darauf war der Ablauf erklärt und die Spendenkontonummer angegeben.

Diese neue Regelung brachte einige Unsicherheiten für die freiwilligen Helfer. „Wir konnten vorher überhaupt nicht einschätzen, wie sich das Spendenverhalten dadurch ändern würde“, sagten die Organisatoren vor der Sammlung. Mittlerweile sind alle Beteiligten schon etwas schlauer. Und vor allem sind sie dankbar für die tolle Unterstützung.

„Die vielen Spenden summieren sich aktuell auf 9900 Euro“, sagt Peter Bulthaup. Das sei weit mehr als in den vorherigen Jahren, so der Jugendreferent: „Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch ein bisschen was dazu.“

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