SPD-Landtagsabgeordneter Christian Dahm kritisiert schwedische Modekette H&M
Kaufen ja, Arbeiten nein

Herford (WB) -

Junge Mütter dürften gern für ihre Kinder bei H&M einkaufen, doch arbeiten sei dort unerwünscht. Der SPD-Landtagsabgeordnete Christian Dahm aus Vlotho kritisiert die schwedische Modekette für den geplanten Abzug aus Herford und die damit verbundenen Entlassungen.

Freitag, 05.02.2021, 14:09 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 14:34 Uhr
Die Zeichen stehen bei H&M auf Abbau. In Herford wird die Filiale noch in diesem Jahr geschlossen.

Das von H&M so genannte „Freiwilligenprogramm“ sei ein Schlag ins Gesicht für junge Familien. Offenbar dürften sie zwar bevorzugt einkaufen, aber bloß nicht für das Unternehmen arbeiten, weil sie zu den umsatzstarken Abendzeiten sowie an Samstagen vermeintlich nicht einsetzbar seien. Die Mitarbeiterinnen wären zwar rechtlich durch die Elternzeit vor Kündigung geschützt, einmal zurück am Arbeitsplatz könnten sie aber gekündigt werden. Dahm: „Auch ein Unternehmen wie H&M steht in der Pflicht, familienfreundliche Arbeitszeiten zu ermöglichen. Hier wird eine Schwäche ausgenutzt, die gar keine ist.“ Hier würden Frauen diskriminiert, nur weil sie als Mütter angeblich weniger leisteten als andere Mitarbeiter.

Das Vorgehen von H&M sei verantwortungslos und dreist. Das Unternehmen verdanke einen großen Teil seiner Einnahmen durch den Verkauf von Mode für junge Frauen und Kinder. Es sei daher absurd, sich nur nach Außen familienfreundlich zu geben, aber Mütter und auch Familienväter aus dem Unternehmen zu drängen. Dahm: „Das passt nicht zusammen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7802060?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
„Lieber Journalist als Trainer“
Paderborns Trainer Steffen Baumgart ist maßlos enttäuscht.
Nachrichten-Ticker