Beratungsstelle im Sozialamt unterstützt pflegende Angehörige oder Betreuer älterer Menschen
Der Lotse rund ums Thema Pflege

Bünde (WB) -

Mit der steigenden Zahl älterer Menschen steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Häufig sind es Verwandte, die pflegen. Für sie gibt es im Sozialamt eine Pflegeberatung, die alle Fragen rund um die Pflege beantwortet.

Montag, 01.02.2021, 05:20 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 09:10 Uhr
Wer einen Menschen pflegt, hat oft Fragen, die in der Beratungsstelle des Sozialamtes beantwortet werden. Foto: dpa

Die Menschen werden immer älter. Betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland vor einem Jahrhundert noch gut 30 Jahre, werden Männer aktuell im Durchschnitt 78,9 Jahre und Frauen 83,6 Jahre alt. Und noch ist kein Ende dieses Trends abzusehen. So erfreulich das auch ist – mit der steigenden Zahl alter Menschen nimmt auch die Zahl derjenigen zu, die betreut und gepflegt werden müssen. Oftmals sind es nahe Verwandte, die sich auf einmal in der Situation wieder finden, dass sie einen gebrechlichen oder dementen Angehörigen betreuen müssen. Wer hilft in einer solchen Lage und mit welcher finanziellen Unterstützung kann man rechnen?

Die Stadt Bünde hat frühzeitig auf diese Entwicklung reagiert. Seit vielen Jahren gibt es eine Pflegeberatung. „Bereits seit 1992 hat die Stadt Bünde eine Teilzeitstelle im Sozialamt eingerichtet, um eine finanzielle Unterstützung Pflegebedürftiger zu gewährleisten. Schon damals war erkennbar, dass erhöhter Bedarf an diesen Leistungen bestand“, sagt Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz. Allerdings habe sich die Art der Beratung und das Selbstverständnis dieses Angebots im Laufe der Jahre auch gewandelt. „Unsere Pflegeberatung versteht sich aktuell als Lotsenfunktion bei diversen Fragen rund um das Thema Pflege, zum Beispiel Finanzierungsmöglichkeiten der Pflege – Stichwort Pflegekasse oder Sozialamt – oder Angebote zur Sicherstellung von Pflege.“ Doch wer nimmt das Angebot in Anspruch? Sind es primär Verwandte oder auch Betroffene? Sind es jüngere oder ältere Menschen? Auch hier ist im Lauf der vergangenen Jahre ein Wandel festzustellen. „Primär wird das Angebot von pflegenden Angehörigen, also Ehe-/Lebenspartner oder Kindern wahrgenommen, zunehmend werden auch Betreuer für Menschen tätig, die allein stehend sind und wo eine Selbstversorgung nicht mehr möglich ist. Seltener wird das Angebot von Betroffenen angenommen“, gibt Greiner-Rietz einen Einblick, wer zu den Hilfesuchenden gehört.

Etwa 25 Beratungen – telefonisch beziehungsweise persönlich – gibt Christel Niehaus, die von montags bis donnerstags jeweils von 8 bis 12 Uhr unter Telefon 05223/161-403 im Rathaus erreichbar ist, durchschnittlich pro Monat. „Wo beantrage ich Pflegeleistungen? Das ist eine der häufigsten Fragen, die gestellt wird“, so Christel Niehaus.

Aber auch der mögliche Anspruch auf eine Haushaltshilfe oder Hilfestellungen bei Demenz seien Themen, die immer wiederkehren würden. Häufig würden Betroffene auch darauf hinweisen, dass die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichten.

Wenn die städtische Pflegeberatung nicht selber weiterhelfen kann oder konkrete Fälle durch andere Behörden geklärt werden müssen, kommt die Lotsenfunktion ins Spiel. Denn oftmals sind das Sozialamt des Kreises (aufsuchende Pflegeberatung, Heimbereich), Pflegekassen und Pflegestützpunkte, ambulante Dienste sowie professionelle und ehrenamtliche Demenzberater diejenigen, die über das erforderliche Fachwissen bei ganz speziellen Fragen verfügen oder einfach zuständig sind.

Wie auch immer das Problem des Hilfesuchenden ist – die Pflegeberatung bietet eine wichtige Orientierung und ist in vielen Fällen die erste Anlaufstelle.

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