Linksfraktion sieht Handlungsbedarf bei der Bünder Feuerwehr
Zusammenlegung von Löschgruppen?

Bünde (WB/hr) -

Die Bünder Ratsfraktion der Linkspartei hat unter dem Motto „Auf in die Zukunft“ im Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten und öffentliche Sicherheit einige Überlegungen eingebracht, wie die Bünder Feuerwehr fit für die Zukunft gemacht werden kann. Eine Idee wäre die Zusammenlegung von Löschgruppen.

Montag, 11.01.2021, 18:20 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 18:22 Uhr
Die Feuerwache im Ortsteil Spradow. Hier ist auch der Löschzug Bünde-Mitte untergebracht. Dieser benötige dringend einen neuen Standort eines Gerätehauses, meinen die Linken. Foto: Daniel Salmon

Die Partei hofft hierbei auf eine breite parteiübergreifende Zusammenarbeit.

„Wir möchten den Ausschuss anders als bisher aktiver in die Arbeit der Feuerwehr einbeziehen. Es soll nicht mehr darum gehen, nur Zahlen abzunicken, die Politik soll verstehen, unterstützen und fördern, es geht dabei um nichts weniger als den bestmöglichen Schutz der Bünder Bürger und eine bessere Kommunikationskultur“, so Thorsten Beuß, Fraktionsvorsitzender und Ausschussmitglied.

Die Vorschläge beziehen sich unter anderem die zukünftige Organisation und Struktur der Feuerwehr. Der künftige und dringend benötigte neue Standort eines Gerätehauses für den Löschzug Bünde-Mitte stehe schon länger zur Debatte. Es müsse darüber hinaus aber auch die Frage gestellt werden, wie viele Gerätehäuser eine moderne Feuerwehr heute noch benötige. Vor dem Hintergrund der in die Jahre gekommenen und für heutige Verhältnisse teilweise auch zu kleinen Feuerwehrgerätehäuser erwarte die Stadt Bünde hier kurz- bis mittelfristig sehr teure Investitionen in Neubauten bzw. Sanierungen. Möglicherweise könnten durch Zusammenlegungen von Löschgruppen Steuergelder geschont und gleichzeitig die Effizienz und Motivation der Einheiten gefördert werden. Die derzeit noch laufende Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes müsse diesbezüglich genau auf die Zukunftsfähigkeit geprüft werden, ein „weiter so“ wäre nicht zielführend.

Auch an der Kommunikation müsse gearbeitet werden. Moderne Unternehmen nutzten heute flache Hierarchien, auch eine Feuerwehr, die sonst einer eher traditionellen, aber sehr bürokratischen Hierarchie unterstehe, müsse sich hier zumindest weiterentwickeln. „Auch an der Basis der Feuerwehr, manchmal zu weit weg von den Führungsstrukturen, gibt es motivierte und fachkundige Feuerwehrleute, die Ideen haben und sich einbringen möchten, motivieren wir sie durch Vertrauen und indem wir ihnen Gehör schenken“, meint Beuß weiter.

Damit auch die Politiker im Ausschuss und im Rat Abläufe besser verstehen lernen, werden auch Workshops vorgeschlagen, bei denen sich Feuerwehr, Verwaltung und Politik austauschen können.

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