„Sweet Rockin‘ 50s“ zieht von der Wasserbreite in die Bünder Eschstraße – Landesprogramm unterstützt Geschäftsleute
Retro-Shop kommt in die Innenstadt

Bünde (WB) -

Pünktchen-Kleid mit Petticoat, dazu ein passendes Handtäschchen mit Schleife oder Anzug samt Weste: 50er-Jahre-Style für Damen und Herren, das bietet „Sweet Rockin‘ 50s“ bisher an der Wasserbreite. Mitten in der Pandemie ziehen Maren und Axel Zobel jetzt mit ihrem Shop in die Fußgängerzone. Genauer: in die Eschstraße 18 – ehemals Matrix.

Mittwoch, 06.01.2021, 05:30 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 10:20 Uhr
Nice to have by Sweet Rockin‘n 50s“ – der Name des neuen Geschäfts von Maren und Axel Zobel soll Programm werden. Neben Outfits im 50er-Jahre-Style mit Punkten und Petticoat gibt‘s Mode im Vintage-Look, aber auch Geschirr und Küchengeräte im Retro-Design. Foto: Kathrin Weege

Ein mutiger Schritt? Axel Zobel lacht und sagt: „Klar ist das auch ein bisschen mutig, aber das Angebot konnten wir nicht ausschlagen.“ Die Stadtverwaltung war auf das Paar zugekommen und hatte mit ihm über das Ladenlokal gesprochen. Das Landesprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren hat eine Summe von 380.000 Euro nach Bünde gespült. Und so funktioniert‘s: Die Städte selber mieten Ladenlokale an und geben sie zu deutlich niedrigeren Mieten an geeignete Geschäftsleute weiter. Zunächst gilt diese Regelung dann für zwei Jahre.

„Viele Leute haben sich in der Zwischenzeit ans Online-Shopping gewöhnt. Daher ist es umso wichtiger, dass besondere Aktionen sie in die Städte locken“, meint Maren Zobel. Wie auch in ihrem bisherigen Shop wollen sie ihren Kunden 50er-Jahre-Feeling pur bieten. „Wenn Corona vorüber ist, holen wir wieder einen DJ in den Laden und bieten Getränke beim Shoppen an“, sagt die 40-Jährige.

Das neue Geschäft wird am 1. April in der Eschstraße 18 (ehemals Matrix) eröffnen.

Das neue Geschäft wird am 1. April in der Eschstraße 18 (ehemals Matrix) eröffnen. Foto: Kathrin Weege

Doch bis es so weit ist, liegt noch einiges an Arbeit vor den Bündern. Auch wenn der Lockdown in absehbarer Zeit enden sollte, wollen die beiden das Geschäft an der Wasserbreite nicht wieder öffnen. „Wir werden in der Eschstraße am 1. April aufmachen, bis dahin das neue Ladenlokal gestalten und den Umzug anpacken“, sagt Axel Zobel. Dafür wird eine neue Beleuchtung installiert, die Teppiche aus dem alten Laden kommen in die Eschstraße. „Ein cooles Retro-Ledersofa vor einer grünen Wand soll den Herren Platz bieten, während sich ihre Frauen durch Kleider, Jeans und Blusen probieren“, haben die Zwei schon ganz genaue Vorstellungen.

Sie hätten tolle Kunden, die sie auch in der Corona-Krise mit aufmunternden Worten über soziale Medien, aber auch mit Einkäufen unterstützten. „Mehrere haben uns ihre Hilfe beim Umbau des Ladens angeboten – sofern es die Corona-Schutzverordnung zulässt“, meint Maren Zobel und ist sichtlich gerührt von so viel Anteilnahme. Gerne will sie die Angebote annehmen.

Eigentlich wollten die Zobels ihren Online-Shop erst im Laufe von 2020 starten, Corona sorgte aber bereits im Frühjahr dafür, dass Axel Zobel in stundenlanger Arbeit auch zu Hause den Shop installiert hat. „Wir sind bisher eigentlich ganz gut durch die Krise gekommen. Gefühlt war es zwar wirklich schlimm, wenn man aber auf die reinen Zahlen blickt, war 2020 besser als das Vorjahr“, zieht Zobel Bilanz.

In der Eschstraße wird es neben Bekleidung – die Bünder setzen neben ausgefallenen Looks auch auf Kleidung, die man jeden Tag tragen kann – Whiskey, englische Kekse, Tee, Geschirr und Küchengeräte im Retro-Look geben. „Wir glauben, dass es im April ein echtes Frühlingserwachen bei den Kunden geben wird, dass sie richtig Lust haben, rauszugehen und sich neu einzukleiden“, sind sich die Zobels sicher.

 

Kommentar von Kathrin Weege

Gute Nachrichten aus der Innenstadt: Nachdem die Corona-Pandemie schon etliche Leerstände hervorgebracht hat, gibt‘s jetzt frischen Wind für die City. Maren und Axel Zobel ziehen mit ihrem 50er-Jahre-Kult-Geschäft in die Eschstraße. Ihr Konzept haben sie für den neuen Standort optimiert, bieten neben ausgefallenen Looks auch Alltagstaugliches. Mutige und kreative Geschäftsleute braucht die Bünder Innenstadt, denn nur so kommen die Kunden nach der Krise zurück und kaufen nicht weiter alles im Internet ein.

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Tochter Minou (8) zeigt das Retro-Geschirr, das neu im Programm ist.

Tochter Minou (8) zeigt das Retro-Geschirr, das neu im Programm ist. Foto: Kathrin Weege

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