Arbeiten neben abgebrannten Krempoli-Komplex angelaufen – Einzug für Mitte Februar geplant
Container-Kita bekommt T-Form

Bünde (WB) -

Der Zeitplan ist ehrgeizig: Binnen vier Wochen soll das kleine Containerdorf neben der vor einigen Monaten fast komplett ausgebrannten DRK-Kita Krempoli in Hunnebrock stehen. Montag erfolgte der erste Spatenstich.

Dienstag, 05.01.2021, 05:54 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 12:08 Uhr
DRK-Mitarbeiterin Lina Deutermann zeigt, wie die Krempoli-Container auf dem Gelände angeordnete werden sollen – nämlich in der Form des Buchstabens „T“. Foto: Daniel Salmon

 

Mehrere Bagger pflügen bereits über das knapp 5000 Quadratmeter große Gelände direkt neben der Feuerruine an der Stauffenbergstraße . Ein Vermessungstrupp nimmt das Areal genau unter die Lupe. Noch befindet sich hier matschige Wiese, bald sollen rund 100 Kita-Kinder an der Stelle ihr Domizil auf Zeit beziehen. „Am 29. Januar soll die Übergabe erfolgen. Das schaffen wir“, verrät Erhan Yavuz vom Unternehmen Algeco das gesteckte Ziel. Das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Offenburg, das auch in Paderborn eine Zweigstelle besitzt, ist Spezialist für die Errichtung modularer temporärer Gebäudelösungen.

Wie berichtet, hatte der Rotkreuzverband Herford-Land eine Containervariante als Interimslösung zur Betreuung der Kita-Kinder ins Auge gefasst . Fünf Gruppen sollen in der mobilen Wohnanlage, die übrigens in Form eines T‘s auf dem Gelände errichtet wird, 18 Monate lang betreut werden. So lange dauert es, bis nebenan der Krempoli-Neubau fertig sein wird. „Der entsprechenden Bauantrag wird derzeit vorbereitet. Unser Architekt steht im ständigen Austausch mit dem Bauamt“, sagt DRK-Kreis-Geschäftsführer Michael Honder. Eine Kita-Gruppe kann in dem Gebäudeteil, der vom Feuer verschont blieb, untergebracht werden. „Das ist übrigens die Drachengruppe“, informiert DRK-Kreischef Wolfgang Koch.

Aktuell nutzt die Kita vier nahe gelegene Reihenhäuser der ehemaligen Britensiedlung als Unterkunft. Unter anderem aus Brandschutzgründen können die Gebäude aber nur bis Mitte Februar genutzt werden. „Und zu dem Zeitpunkt wollen wir mit den Kindern dann wieder an die Stauffenbergstraße ziehen“, so Michael Honder.

Zunächst aber muss das kleine Containerdorf angelegt werden. Die notwendigen Erdarbeiten übernimmt aktuell das heimische Unternehmen Demir. „Wir haben auf dem Grundstück ein kleines Gefälle. Das müssen wir ausgleichen. Im Anschluss wird dann der Untergrund auf einer Fläche von gut 12.000 Quadratmetern für das Schotterfundament ausgekoffert“, erklärt Algeco-Projektleiter René Benesch. Bereits am 18. Januar rückt dann ein 100-Tonnen-Autokran an, der die insgesamt 65 Containermodule in Position bringt. Die Anlieferung der Module soll vier Tage dauern.

Doch wie muss man sich so eine Container-Kita überhaupt vorstellen? Erhan Yavuz liefert Antworten. „Jede der fünf Gruppen bekommt einen 45 Quadratmeter großen Gruppenraum, dazu Neben- und Schlafräume mit gut 30 Quadratmetern. Dazu werden kindgerechte Sanitärmodule geliefert. Das Konzept ist so ausgelegt, dass die Mädchen und Jungen hier 18 Monate lang bestens betreut werden können.“ Vor der Kita auf Zeit werden auch Abstellflächen für Fahrzeuge angelegt. Knapp 20 Parkboxen sind geplant.

DRK-Kreischef Wolfgang Koch freut sich, dass eine Interimslösung direkt neben der alten Kita so schnell realisiert werden kann. „Der Besitzer und der Pächter des nun dafür von uns genutzten Grundstücks sind uns entgegengekommen, so das wir das Gelände für einen geringen Betrag pachten konnten.“ Und Michael Honder ergänzt: „Auch die Stadt Bünde hat uns sehr geholfen, in dem sie uns die Genehmigung für die Interimslösung so schnell erteilt hat.“

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