Dorfverein stellt liebevoll gestaltetes Wetterhäuschen an der Dorfstraße in Bünde auf
Das Hexenhäuschen am Bruch

Bünde (WB) -

„Das ist unser kleines, neues Hexenhäuschen“, sagt Ralf Ellersiek, Pressewart der Dorfgemeinschaft Hunnebrock-Hüffen-Werfen. Und tatsächlich hat der kleine Holzbau an der Ecke Dorfstraße/Menzelstraße schon etwas Märchenhaftes.

Montag, 04.01.2021, 05:00 Uhr
Ralf Ellersiek zeigt das Hexenhäuschen am Bruch. Damit niemand Müll in der Gegend herumliegen lässt, hat der Dorfverein sogar einen Abfalleimer organisiert. Foto: Salmon

Direkt am Bünder Bruch soll die gemütliche Hütte Spaziergänger, Radler und Passanten zum Verweilen einladen. Da sämtliche Aktivitäten des Vereins mit seinen rund 250 Mitgliedern in diesem Jahr coronabedingt ins Wasser fielen, kam Vorsitzender Eckhard Kuhlmann auf die Idee, eine solche Hütte anzuschaffen. Die übrigen Vereinsverantwortlichen konnte er für seinen im Sommer gereiften Plan schnell begeistern, und nach einem entsprechenden Platz im Dorf musste nicht lange gesucht werden. „Die Ecke eignet sich dafür hervorragend. Hier auf der Wiese ist sozusagen unser Dorfplatz, an dem wir in der Vergangenheit auch immer unsere Osterfeuer veranstaltet haben. Außerdem befindet sich hier der Else-Werre-Radweg. Hier ist also viel Publikumsverkehr“, sagt Ralf Ellersiek.

Bei der Anschaffung wurde der Dorfverein auch vom Kirchlengeraner Unternehmen Hettich unterstützt. Der Konzern unterstützt regelmäßig ehrenamtliche Projekte. Ein Mitglied des Vereins bewarb sich um eine Förderung in Höhe von 500 Euro. Ellersiek: „Und wir haben den Zuschlag erhalten. Den Rest der Kosten haben wir dann aus eigenen Mitteln gestemmt.“

Kümmern mussten sich die Ehrenamtler auch um den Aufbau der Hütte. „Das haben wir wegen der Corona-Pandemie etappenweise getan. Immer zwei unserer Mitglieder haben geschraubt, gewerkelt und gestrichen“, so der Pressewart. Vor einigen Wochen war es dann soweit. Mit einem Frontlader wurde die Hütte vom nahe gelegenen Hof Erdbrügger an die Einmündung der beiden Straßen transportiert. Zuvor waren Holzhackschnitzel auf dem teils matschigen Untergrund ausgestreut worden.

Bis zu acht Personen finden in dem Häuschen maximal Platz – bei den aktuellen Corona-Bestimmungen dürften im Moment aber wohl nicht alle Plätze besetzt werden. „Es sei denn, alle sind aus dem gleichen Hausstand“, sagt Ellersiek.

Wie der Pressewart berichtet, werde das Häuschen auch schon gut angenommen, einige Spaziergänger hätten es schon für eine kurze Rast oder bei Regenwetter als zeitweisen Unterschlupf genutzt.

„Allerdings wird die Hütte in naher Zukunft noch mal umziehen – aber nur um einige Meter“, sagt Ellersiek. Sie soll dann Sitzbänke und Tisch auf der gegenüberliegenden Straßenseite, direkt am Eingang ins Bruch, ersetzen. „Aber erst, wenn die dortigen Renaturierungsarbeiten abgeschlossen sind.“

Der Pressewart hofft, dass das Infektionsgeschehen dann soweit abgeflacht ist, dass der Dorfverein dann auch zu einer kleinen Einweihungsfeier für die Hütte laden kann.

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