Stefanie Janßen-Rickmann zur Vize-Vorsitzende des Bünder Hauptausschusses gewählt
Grüne vertritt Bürgermeisterin

Bünde (WB) -

Wichtige neue Position für Grünen-Fraktionschefin Stefanie Janßen-Rickmann. Mehrheitlich ist die Ratsfrau am Dienstagabend im Haupt-und Finanzausschuss zur Vize-Vorsitzenden des politischen Gremiums gewählt worden. Sie ist somit Stellvertreterin von Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger (SPD).

Mittwoch, 09.12.2020, 21:24 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 21:30 Uhr
Der Bünder Hauptaussschuss bestimmte Stefanie Janßen-Rickmann (Grüne) zu seiner Co-Vorsitzenden und damit zur Stellvertreterin von Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger. Foto: Daniel Salmon

 

Das Votum könnte als Ausrufezeichen einer neuen Mehrheit im Stadtrat interpretiert werden. Denn auf den Posten gehievt wurde Janßen-Rickmann mit den zehn Stimmen von SPD, Linken, ihrer eigenen Partei und Verwaltungschefin Rutenkröger. CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Schuster hatte das Nachsehen. Er erhielt acht Stimmen von seiner Fraktion, der FDP, der UWG und der AfD.

Der Christdemokrat war zu Beginn des Tagesordnungspunktes von seinem Parteikollegen Georg Kruthoff als stellvertretender Ausschussvorsitzender ins Spiel gebracht worden. Für seinen Wahlvorschlag führte er – aus seiner Sicht – gute Gründe an. „Ich denke, allen ist noch in Erinnerung, dass die stärkste Fraktion den stellvertretenden Vorsitzenden des Hauptausschusses stellt, wenn sie denn nicht die Bürgermeister stellt“, führte Kruthoff aus. Und in der Tat träfe diese Argumentation auf die Bünder CDU mit ihren 15 Ratssitzen auch zu.

Laut dem Ratsherrn sei dieses Prozedere auch in der letzten Wahlperiode angewandt worden, als SPD-Fraktionssprecherin Andrea Kieper neben dem damaligen CDU-Bürgermeister Wolfgang Koch den Co-Vorsitz des Hauptausschusses übernommen hatte. Ihre Wahl war im September 2014 einstimmig. Georg Kruthoff erinnerte, dass Kieper dieses Position in der damaligen Sitzung „vehement eingefordert“ habe. Ein Gegenkandidat war seinerzeit nicht aufgestellt worden.

Am Dienstagabend meldete sich nach dem Statement des ehemaligen CDU-Fraktionschefs aber dennoch Grünen-Ratsherr Uwe Mausch zu Wort und nominierte Stephanie Janßen-Rickmann, die sich am Ende durchsetzte und die Wahl letztlich auch annahm.

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