Nach Brand im Bünder Kindergarten Krempoli: DRK lässt sich originelle Spendenaktion einfallen
Weihnachtsbaum hilft bei Kita-Aufbau

Bünde (WB) -

Anfang November ist die DRK-Kita Krempoli ein Raub der Flammen geworden – bislang unbekannte Täter hatten ein Feuer gelegt, das einen Großteil des Gebäudes zerstörte. 125 Kinder sind seitdem in Notquartieren untergebracht. Um den Wiederaufbau der Einrichtung zu unterstützen, hat sich der DRK-Kreisverband Herford-Land als Träger der Kita eine originelle Spendenaktion einfallen lassen.

Samstag, 05.12.2020, 05:30 Uhr
Der DRK-Weihnachtsbaum wartet auf einen neuen Besitzer: Kita-Mitarbeiterin Irina Hermann, Fabio, DRK-Kreisschatzmeister Gerd Sundermeier, Dietmar Zentner, Dirk Peitzmeier (DRK-Fachbeauftragter für Kitas), DRK-Kreisvorsitzender Wolfgang Koch, Diego, die stellvertretende DRK-Kreisgeschäftsführerin Sandra Weidlich und Kreisrotkreuzleiter Sven Kampeter (v.l.). Foto: Hilko Raske

Wer finanziell mithelfen möchte, hat noch bis kommenden Donnerstag, 10. Dezember, die Möglichkeit, beim Roten Kreuz einen komplett geschmückten Weihnachtsbaum zu ersteigern. „Das Mindestgebot beträgt 50 Euro“, sagt Wolfgang Koch, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes.

Die Idee dazu kam Dietmar Zentner, vielen Bündern auch bekannt als „DJ Didi“. „Den Tannenbaum hat der Hof Wibbeler gespendet, die Weihnachtsdeko kommt von der Recyclingbörse Bünde“, sagt Zentner. Beim Schmücken halfen am Freitag dann Fabio (2) und Diego (5), die zu den Kita-Kindern gehören, die derzeit in der ehemaligen Britensiedlung betreut werden.

Wer ein Gebot für den Weihnachtsbaum abgeben möchte, kann das beim DRK-Kreisverband unter 05223/92970 oder per Email an info@drk-herford-land.de tun. Der ersteigerte Baum wird auf Wunsch auch angeliefert, sagt Kreisrotkreuzleiter Sven Kampeter.

Und wie schaut es in Sachen Kita Krempoli aus? „Wir befinden uns momentan in der Endphase der Planung. Wir haben inzwischen eine gute Interimslösung gefunden. Wir wollen aber natürlich möglichst schnell auch neu bauen. Da sind wir auf einem guten Weg“, sagt der Kreisvorsitzender Koch.

Bei der aktuellen Nutzung der Reihenhäuser in der ehemaligen Britensiedlung würde es sich um eine Notlösung handeln, die auf Dauer aus Sicht der Kita-Leitung personaltechnisch nicht darstellbar sei. Derzeit zeichne sich ab, dass der unbeschädigte Anbau am alten Standort zumindest von einer Kita-Gruppe wieder genutzt werden könne. „Das bedeutet, dass wir nicht für sechs, sondern nur für fünf weitere Gruppen eine Zwischenlösung finden müssen.“

Wolfgang Koch lobt in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauordnungsamt, das konstruktive Lösungen gesucht habe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7708666?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
Der Ruf nach dem Sofort-Lockdown wird lauter
RKI-Präsident Wieler: «Wir müssen jetzt handeln, jetzt auf allen Ebenen».
Nachrichten-Ticker