Susanne Rutenkröger vereidigt – Schuster und Dreyer sind Stellvertreter
Vom Ex-Rektor zur Bürgermeisterin ernannt

Bünde (WB). Das Leben schreibt schon interessante Geschichten: 1981 Jahre hatte Ernst Tilly, damals Rektor des Gymnasiums am Markt, Susanne Rutenkröger ihr Abiturzeugnis überreicht. Am Donnerstagabend nahm er ihr in der Sporthalle der Schule den Bürgermeister-Eid ab.

Freitag, 06.11.2020, 17:25 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 17:30 Uhr
Vor 39 Jahren hatte Ernst Tilly, damals Rektor des Gymnasiums am Markt, Susanne Rutenkröger ihr Abiturzeugnis ausgehändigt. In der Ratssitzung am Donnerstag nahm er der Sozialdemokratin in der Sporthalle der Schule den Bürgermeister-Eid ab. Foto: Daniel Salmon

Weil er mit 82 Jahren aktuell das älteste Bünder Ratsmitglied ist, wurde dem FDP-Fraktionschef diese Aufgabe zuteil. „Auf einen Handschlag wie vor 39 Jahren müssen wir aber verzichten“, so Tilly, der der neuen Rathauschefin viele gute Wünsche mit auf den Weg gab: „Frau Rutenkröger, wir wünschen Ihnen eine glückliche Hand bei der Ausübung Ihres Amtes.“

Appell zu Achtsamkeit

Kurz zuvor hatte „Alterspräsident“ Tilly bereits die konstituierende Sitzung des Stadtrates eröffnet. Diese fand – wen wundert’s – unter Corona-Bedingungen statt. Die Ratsleute hatte alle an eigenen Tischen in der Sporthalle Platz genommen, während der ganze Sitzung galt Maskenpflicht. Auf ein kleines Konzert der Musikschüler wurde verzichtet. Immerhin rund 80 Bürger hatten auf der Zuschauertribüne Platz genommen, wollten die Amtseinführung der neuen Bürgermeisterin verfolgen.

In ihrer Antrittsrede bedankte sich die Sozialdemokratin bei ihren Parteikollegen, ihrer Familie und all jenen, die sie auf dem Weg ins Bürgermeisteramt begleitet und unterstützt hatten. Auch Rutenkröger ging auf die aktuellen Pandemie-Umstände ein: „ Es ist eine besondere Zeit. Seit Montag begleiten uns strengere Vorschriften zur Corona-Pandemie. Und auch Bünde ist von steigenden Infektionszahlen betroffen. Ich kann nur an alle appellieren, den Vorschriften zu folgen und das Beste aus der Situation zu machen. Ich hätte mir meinen Start auch anders gewünscht.“

Schuster und Dreyer Stellvertreter

Rutenkröger betonte, dass Bünde vor großen Herausforderungen stehe. „Bünde hat aber auch viel Potenzial und bietet noch viele Chancen.“ Daher wolle sie sich mit viel Elan für die besten Lösungen für die Bürger und die Stadt einsetzen – und zwar nicht als Einzelkämpferin, sondern als Teamplayerin gemeinsam mit Politik und Verwaltung. Zudem wolle sie die Bürger einbinden. „Ich will Bürgermeisterin für alle Bünder sein“, betonte die Rathauschefin.

Im Anschluss verpflichtete Rutenkröger die Mitglieder des neuen Stadtrates – und ließ dann von dem Gremium ihre beiden ehrenamtlichen Stellvertreter wählen. Auf ihren Konkurrenten um den Posten des Stadtoberhauptes, CDU-Stadtverbandschef Martin Schuster, entfielen dabei im geheimen Votum die meisten Stimmen (22). Zweiter stellvertretender Bürgermeister wurde Ulf Dreyer mit (17). Nicht zum Zuge kam somit Uwe Mausch (Grüne), der nur acht Stimmen erhielt.

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