Kinder werden in alten Britenhäusern betreut – Welle der Hilfsbereitschaft nach Feuer in Bünde-Hunnebrock
Kita zieht in Notunterkunft

Bünde (WB). Keine zehn Stunden nachdem die Bünder DRK-Kita Krempoli im Ortsteil Hunnebrock in Brand geraten ist , hat der Träger bereits eine Lösung für die kurzfristige Unterbringung der 125 betroffenen Kinder gefunden.

Samstag, 31.10.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 19:06 Uhr
Helfer des Deutschen Roten Kreuzes bringen am Samstag Kinderstühle und weiteres Mobiliar in die leer stehenden Reihenhäuser in Hunnebrock. Foto: Lars Krückemeyer

Sie werden ab Montag in leer stehenden Reihenhäusern in der Karl-Arnold-Straße 13 und 17 sowie in der angrenzenden Carl-Severing-Straße 68 betreut. Ein Weiterbetreib in den Räumen der 1997 gegründeten Kita, die zu etwa zwei Dritteln zerstört wurde, ist nicht möglich.

Das DRK-Team mit Bürgermeister Wolfgang Koch (3. von rechts).

Das DRK-Team mit Bürgermeister Wolfgang Koch (3. von rechts). Foto: Lars Krückemeyer

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus den DRK-Ortsgruppen des Kreises Herford hatten Samstagmittag damit begonnen, die Wohnungen zu reinigen sowie Bänke, Stühle und Schränke in die zweigeschossigen Häuser i n der ehemaligen Britensiedlung zu transportieren .

„Es handelt sich um Wohnungen, die die Stadt Bünde als Unterkunft für Flüchtlinge reserviert hat“ , erklärte der DRK-Kreisvorsitzende Herford-Land und zugleich Noch-Bürgermeister Wolfgang Koch.

Die Kindertagesstätten Rödinghausen, Spenge (Sonnenland) und Vlotho (Sommerwiese) hatten kurzfristig Mobiliar zur Verfügung gestellt. Die Wohnungen sind mit Küchen, Sanitäranlagen und Teppichen ausgestattet. „Ohne die Ehrenamtlichen hätte das alles nicht so schnell geklappt“, sagte Sandra Weidlich, stellvertretende DRK-Geschäftsführerin.

Kita-Gruppen bleiben zusammen

Es wird darauf geachtet, dass die Kita-Gruppen in der neuen Umgebung so zusammenbleiben wie bisher. Aufgrund der Corona-Pandemie können die Kinder nicht auf andere Kindergärten verteilt werden.

Sichtlich betroffen äußerte sich Kita-Leiterin Heike Werges wenige Stunden nach dem Brand. „Das ist eine Katastrophe. Man muss weinen, wenn man das sieht. Am Montag müssen wir den Kindern erklären, was passiert ist und es so gut wie möglich aufarbeiten. “

Helfer bringen einen Tisch in die Notunterkunft.

Helfer bringen einen Tisch in die Notunterkunft. Foto: Lars Krückemeyer

Derweil ist eine Welle der Hilfsbereitschaft angerollt. Der DRK-Kreisleiter bedankt sich für den enormen Zuspruch aus der Bevölkerung und von Vereinen, bittet aber: „Wir benötigen jetzt keine Sachspenden.“

In der Reihenhaussiedlung war es erst vor Kurzem zu Randale gekommen.

 

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