Bürgermeister kündigt verstärkten Einsatz des Ordnungsamtes an
Das ändert sich ab Samstag

Bünde  (WB/lak/hr). Samstagabend, 23 Uhr: Da geht für viele Lokal- oder Partygänger der Abend erst richtig los. Damit ist es im Kreis Herford nun vorbei. Denn im Zuge der neuen Allgemeinverfügung gilt ab Samstag 0 Uhr unter anderem eine Sperrstunde für die Gastronomie von 23 bis 6 Uhr. In dieser Zeit ist außerdem der Verkauf von Alkohol verboten – auch in Tankstellen, die gerade Freitag- und Samstagnacht ein beliebter Anlaufpunkt sind, um sich mit alkoholischen Getränken einzudecken.

Donnerstag, 22.10.2020, 20:00 Uhr
Der Kreis herford ist inzwischen Risikogebiet. Dadurch verschärfen sich die Corona-Schutzmaßnahmen. Foto: Hilko Raske

Der Krisenstab weist außerdem darauf hin, dass sich ab Samstag – außerhalb von Familien oder Personen zweier Haushalte – nur noch maximal fünf Personen in der Öffentlichkeit zusammen aufhalten dürfen. Krisenstabsleiter Markus Altenhöner kündigt bereits verstärkte Kontrollen an: „Die Ordnungsämter werden einschreiten.“

Die kommende Verordnung hat auch Auswirkungen auf „herausragende Feiern“ wie Taufen, Geburtstage oder Hochzeiten. Außerhalb des privaten Raums wird die Teilnehmerzahl auf zehn begrenzt. „Es sind im Ordnungsamt zehn Feiern angemeldet. Wir werden überprüfen, ob die Regeln eingehalten werden“, sagt Herfords Beigeordneter Dr. Peter Böhm.

Und wie schaut es mit der Maskenpflicht aus? Während die in Herford verschärft wird, wird das in Bünde nicht geschehen, sagt Bürgermeister Wolfgang Koch im Gespräch mit dieser Zeitung. „Die Corona-Schutzverordnung sieht in diesem Fall eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in öffentlichen Außenbereichen vor, in denen regelmäßig eine Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist. Das gilt beispielsweise für stark frequentierte Fußgängerzonen. Solche Bereiche haben wir in Bünde aber nicht“, so das Stadtoberhaupt. Gleiches gelte auch für das Betreten des Marktplatzes im Allgemeinen.

Mit Blick auf Räumlichkeiten wie beispielsweise die Schulmensen weist Koch darauf hin, dass alle Schulen umfassende Hygienekonzepte hätten, die gewissenhaft umgesetzt würden. „Schulen sind auch nicht Schwerpunkte der Infektionen. Wir haben im Kreis Herford keine Hotspots. Es sieht vielmehr so aus, als würde man sich häufig im familiären Kreis, bei größeren Treffen, anstecken.“ Das Bonus-Team des Ordnungsamtes werde in den nächsten Tagen jedenfalls verstärkt kontrollieren, um Verstöße zu ahnden oder zu unterbinden.

In diesem Zusammenhang appelliert Koch an das Verantwortungsbewusstsein aller Bünderinnen und Bünder: „Halten Sie bitte den Mindestabstand ein und befolgen Sie die Hygieneregeln.“ Denn nur so könne man sich und andere schützen. In dieser Ausnahmesituation komme es auf jeden einzelnen an, wenn man die Krise meistern wolle.

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