Bünder Gymnasium am Markt führt 14. Fahrradaktionstag unter Corona-Bedingungen durch
Sicher durch den dunklen Herbst

Bünde (WB). Wie Radfahrerinnen und Radfahrer sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Fahrradaktionstages am Bünder Gymnasium am Markt (GaM).

Freitag, 09.10.2020, 15:27 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 16:00 Uhr
Jana aus der siebten Jahrgangsstufe des Gymnasiums am Markt meistert den Fahrradparcours mit Bravour. Foto: Heike Pabst

Überfüllte Schulbusse bringen gerade jetzt zur Corona-Zeit etliche Schüler auch in Bünde dazu, den Schulweg auf dem Fahrrad hinter sich zu bringen. Und eigentlich ist Radfahren eine sehr gesunde Art der Fortbewegung. Es sei denn, man wird von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen und über den Haufen gefahren. „Das ist gerade erst einer Schülerin aus unserem neunten Jahrgang passiert“, erzählt Christian Kowalewsky, der am GaM für den Aktionstag verantwortlich zeichnet. „Sie hatte einen Helm auf, das war wahrscheinlich ihre Rettung.“

Erste Hilfe ohne Atemspende

Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe haben sich am Donnerstag durch sechs verschiedene Stationen im Schulgebäude und auf dem Außengelände gearbeitet, unterstützt von Timo Günther und dem Amtsleiter Verkehrsplanung und Straßenbau Carsten Witt sowie Torben Bleckmann von der Fahrschule Bleckmann und vom Kurs „Technik/Werken“ der Jahrgangsstufe 9 unter der Leitung von Helmut Steuwe.

Auf die Themenstation Beleuchtung folgte der Fahrradcheck, dann erhielten die Schüler Reparaturtipps, sprachen über Reflexmaterialien und erhielten bei Sven Kampeter (DRK) Kenntnisse über Erste Hilfe. Er zeigte ihnen, wie man Menschen in die stabile Seitenlage bringt und informierte über das Absetzen eines Notrufs. Kampeter ermunterte dazu, immer Erste Hilfe zu leisten. „Man kann nichts falsch machen!“, so Kampeter. Vielleicht müsse man zurzeit nicht unbedingt eine Atemspende geben.

Aktionstag auch nächstes Jahr

Normalerweise hatte sich bisher auch der Bezirksbeamte der Polizei stets an dem Fahrradaktionstag beteiligt. Doch der Beamte war erkrankt und die Polizei konnte keinen Ersatz stellen, „was ich sehr bedaure“, so Christian Kowalewsky. Natürlich musste der Aktionstag gemäß der aktuellen Hygiene- und Abstandsbestimmungen ablaufen, erläuterte Annabel Bunte, die als Kowalewskys Nachfolgerin den 15. Aktionstag im kommenden Jahr organisieren wird: „Immer eine Klasse verbringt eine Stunde an einer Station“. Dabei wurden möglichst große Räume ausgewählt und die Aula statt des Foyers genutzt.

Gemeinsam schärften die Jugendlichen ihr Bewusstsein für Gefahrensituationen: zum Beispiel beim Verkehrsunterricht, auf dem Fahrradparcours oder an der „Black Box“. Diese gab’s im Rahmen einer Wanderausstellung „Sehen und gesehen werden“ zu erleben, die die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte, Gemeinde und Kreise in NRW erstellt hat. In der „Black Box“ ist eine abendliche Straßenszene dargestellt, durch die der Betrachter selbst fährt und dabei vor Augen geführt bekommt, wie schlecht unbeleuchtete Fahrradfahrer zu sehen sind.

Die Frage „Ist mein Fahrrad verkehrssicher“ wurde ebenso behandelt wie der richtige Sitz eines Helms. „Wir merken da schon, dass einiges hängenbleibt“, sagte Annabel Bunte. „Spätestens, wenn die Neuntklässler den Aktionstag der Siebtklässler dann selbst begleiten und sie zeigen können, wie viel sie behalten haben.“

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