Anbau der „Kieselstein“-Kita soll in zwei Monaten fertig sein
Die Küche wird das Herzstück

Bünde (WB). Einzig der Apfelbaum vor dem Rohbau in der Paul-Schneider-Straße im Bünder Ortsteil Südlengern bringt ein bisschen Kindheitsatmosphäre auf den schmalen Schotterweg, auf dem sich ein Handwerker-Bulli an den anderen reiht. Auch innen sieht es im neuen Anbau der Kita „Kieselstein“ noch karg und leer aus.

Freitag, 02.10.2020, 05:20 Uhr
Sie freuen sich auf die Fertigstellung des Anbaus der DRK-Kita in Südlengern (von links): Karin Schäffer (Stadt Bünde), Ina Klaus-Petrach (Kita-Leiterin), Michael Honder (DRK-Kreisgeschäftsführer) und Joachim Pape (Bauleiter). Foto: Kim Schmalz

Die Fenster sind seit 14 Tagen installiert, die Leitungen liegen und fleißig wuseln die Handwerker zwischen Betonpaketen und Styropor-Abfällen hin und her. Dass sich in zwei Monaten hier Kinder wohlfühlen werden, braucht noch etwas Fantasie vom Betrachter. „Der letzte Bauabschnitt geht aber schneller als man denkt, und ehe man sich’s versieht, sieht es gemütlich aus“, interveniert Bauleiter Joachim Pape.

Ab Mitte November kann Südlengern seine Kita-Versorgungsquote endlich erfüllen. Der Anbau der Kindertagesstätte „Kieselstein“ wird dann mit jungem Leben gefüllt. Nach neun Monaten Planung konnte im April dieses Jahres der erste Spatenstich gesetzt werden. Vor kurzem hatte die Bünder Jugendamtsleiterin Karin Schäffer noch einmal in die Bewilligungsbescheinigung für die Baukosten geschaut und beziffert die Kosten für den Anbau auf 800.000 Euro, wobei 722.000 Euro das Land Nordrhein-Westfalen trage und der Rest von der Stadt übernommen werde.

„Wir hätten gerne eher angebaut, aber das Grundstück war zu klein für einen Anbau. Dann hat sich das DRK auf unsere Bitte mit der anliegenden Nachbarin in Verbindung gesetzt, die daraufhin einen Teil ihres unbebauten Grundstücks für die Kita-Erweiterung zum Verkauf freigegeben hat“, erklärt Ina Klaus-Petrach, die seit Entstehung des Altbaus vor 23 Jahren in der Tagesstätte tätig ist und nun als Leiterin das 18-köpfige pädagogische Team führt. Damit schraubt das DRK die Versorgungskapazität von 55 auf 95 Plätze hoch, was zwei neuen Gruppen entspricht. „Es werden dort Kinder vom Gruppentyp 1 betreut, das bedeutet vom zweiten Lebensjahr bis zum Schulantritt“, erklärt die Kita-Leiterin im Hinblick auf den unterschiedlichen Betreuungsbedarf der Eltern. Herzstück des Neubaus ist jedoch die größere Versorgungsküche, in der jeden Tag von zwei Köchen Speisen für die kleinen Gäste frisch zubereitet werden. „Die Eltern legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder mittags eine warme Mahlzeit bekommen und abends nicht zwingend noch gekocht werden muss“, erläutert DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Honder.

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