Unterlegener Bünder Bürgermeisterkandidat nimmt Ratsmandat wahr
Martin Schuster macht weiter

Bünde (WB). In dem Moment seiner bitteren Niederlage am Stichwahlabend ließ Bündes unterlegener Bürgermeisterkandidat Martin Schuster (CDU) seine politische Zukunft zunächst noch offen. Jetzt steht für den 38-Jährigen fest: „Ich mache weiter und nehme mein Direktwahlmandat für den Stadtrat wahr.“

Donnerstag, 01.10.2020, 05:01 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 05:10 Uhr
Unter dem Eindruck seiner Niederlage gegen Bündes künftige Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger (SPD) ließ Martin Schuster seine politische Zukunft am Stichwahlabend zunächst offen. „Ich will weiter für die Bürger gute Politik machen und will daher auch meinen Platz im neuen Bünder Stadtrat einnehmen“, sagte der 38-Jährige am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung. Foto: Daniel Salmon

Sichtlich bewegt hatte der Christdemokrat am Sonntagabend verfolgen müssen, wie sich Susanne Rutenkröger (SPD) den Chefsessel im Rathaus sicherte und daher ab dem 1. November die Amtsgeschäfte von Noch-Stadoberhaupt Wolfgang Koch übernehmen wird. Die Holserin hatte knapp 55 Prozent der Wähler von sich überzeugen können, Schuster nur 45 Prozent. Der Unternehmer erbat sich Zeit, um über seinen weiteren Werdegang in der Bünder Politlandschaft nachzudenken. „Das habe ich getan und ich bin zur Überzeugung gekommen, dass es für mich der richtige Weg ist, weiterhin in der Bünder CDU aktiv zu sein. Ich will weiter für die Bürger gute Politik machen und will daher auch meinen Platz im Stadtrat einnehmen“, so Schuster, der mit einigem Abstand zum Wahlabend auch mit dem Votum der Wähler leben kann. „Ich habe Susanne auch noch am Sonntag zu ihrer Wahl gratuliert. Das war für mich selbstverständlich. Wir haben immer ein vernünftiges Verhältnis zueinander gepflegt und wollen auch künftig fair miteinander umgehen.“

Weiter Stadtverbandschef

Bereits am Mittwochabend teilte der 38-Jährige seinen Entschluss, weiter politisch tätig sein zu wollen, auf einer kurzfristig einberufenen CDU-Vorstandssitzung mit. Außerdem bedankte sich der Christdemokrat bei seinen Wegbegleitern für die geleistete Unterstützung im Bürgermeisterwahlkampf.

Martin Schuster betonte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er auch weiterhin das Amt des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden ausüben wolle. „Die nächsten Wahlen stehen turnusmäßig auch erst wieder im kommenden Jahr an.“ Für die neue Legislaturperiode sieht er seine Partei im Stadtrat gut aufgestellt: „Wir haben ein motiviertes Team. Und eigentlich ist die Kommunalwahl mit 15 von 20 Direktmandaten für uns auch erfolgreich verlaufen. Wäre ich Bürgermeister geworden, wäre das das i-Tüpfelchen gewesen.“ Er sei mit Blick auf die Zusammensetzung des Stadtparlamentes nun gespannt, wie sich künftig Ratsmehrheiten entwickeln und welche Gestaltungsspielräume sich zum Wohle der Bürger so ergeben könnten.

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