Vierbeiner reißt sich von Leine los und setzt Wildtier nach – Stadt äußert sich zu Attacke auf Schaf
Erneuter Beißvorfall: Hund jagt Reh

Bünde (WB/sal). Nachdem in der vergangenen Woche ein Hund im Elsebruch ein Schaf gerissen haben soll , gab es am Mittwochnachmittag im Bünder Stadtgebiet einen erneuten Beißvorfall.

Donnerstag, 24.09.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 09:44 Uhr
Der Hund einer Bünderin riss sich von der Leine los, setzte einem Reh nach und biss es. Gefunden wurde das verletzte Tier nicht. Foto: dpa

Wie die Polizei mitteilt, hatte sich der Hund einer Spaziergängerin (59) – ein Galgo Bardino – die an der Waldstraße unterwegs war, von seiner Leine losgerissen, nachdem er ein Reh entdeckt hatte. „Der Hund jagte dem Wildtier hinterher und verletzte es nach unserem Kenntnisstand auch“, erklärte Uwe Maser, Sprecher der Herforder Kreispolizeibehörde, auf Anfrage.

Halterin verständigt Polizei

Allerdings gelang es dem Reh, in ein nahegelegenes Waldstück zu entkommen. Der Hund soll daraufhin zu seiner Besitzerin zurückgekehrt sein, die die Polizei verständigte. Der ebenfalls alarmierte zuständige Jagdpächter für das Gebiet konnte das verletzte Reh in der Nähe nicht mehr entdecken. „Die Besitzerin hat sich nach dem Vorfall korrekt verhalten. Inwiefern möglicherweise ordnungsrechtliche Verstöße vorliegen könnten, wird derzeit von uns geprüft“, so Maser.

Keine generelle Anleinpflicht

Zum Vorfall vom 14. September im Elsebruch und der dort geltenden Regelungen für das Führen von Hunden hat sich derweil auch die Stadtverwaltung geäußert. „Das Bruch ist ein Landschaftsschutzgebiet. Hier besteht keine generelle Anleinpflicht für Hunde, solange sie sich auf Wegen befinden, beaufsichtigt werden und niemanden beeinträchtigen. Abseits von Wegen besteht Anleinpflicht“, teilt Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz mit. Eine Ausnahme bilde der Elsedamm, dort gelte in einigen Bereichen eine besondere Anleinpflicht aufgrund des dortigen Radverkehrs.

Angriff auf Schaf

Zu dem Angriff auf das Schaf auf der Fläche an der Nienburger Straße liege der städtischen Ordnungsbehörde noch keine Meldung vor. „Erst, wenn der Vorfall hier angezeigt wird, kann die Behörde Schritte einleiten. Um ein Bußgeldverfahren einleiten zu können, muss der Halter eindeutig identifiziert worden sein und dementsprechend müssen eindeutige Beweise vorliegen. Auf Basis reiner Vermutungen kann kein Verfahren eingeleitet werden“, teilt Doris Greiner-Rietz mit.

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