Neue Mensa am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Bünde seit drei Wochen in Betrieb
„Das ist das Herzstück unserer Schule“

Bünde (WB). Hell, freundlich, modern – und klimatisiert: Wenn man die neue Mensa am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium betritt, möchte man gern noch einmal die Schulbank drücken. Passend zum Start des Schuljahres ist der Vorzeigebau fertig geworden – eine Punktlandung nach rund 20 Monaten Bauzeit.

Freitag, 04.09.2020, 05:30 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 09:20 Uhr
Derzeit können rund 150 Schüler die Mensa für ihr Mittagessen nutzen. Aber auch Lehrer machen von dem Angebot Gebrauch. „Das Essen ist für eine Schule echt super“, sagt auch Freiherr-vom-Stein-Rektor Gunnar Woltering, der jüngst die Mitglieder des Schulausschusses in dem Neubau begrüßen durfte. Foto: Salmon

Bisher keine offizielle Einweihung

„Die Menschen bilden zwar das Herz unserer Schule, die Mensa ist aber das räumliche Herzstück des Gymnasiums“, sagt „Freiherr“-Rektor Gunnar Woltering sichtlich stolz. Eine offizielle Einweihung habe es aufgrund der Viruspandemie nicht gegeben: „Aber ich hoffe, dass wir das irgendwann nachholen können.“

Insgesamt ist der repräsentative Neubau 830 Quadratmeter groß. Davon entfallen 365 Quadratmeter auf Speisesaal und Bühne, der Rest auf die Küche, Personal- und Nebenräume. Die Bestuhlung ist vorgesehen für bis zu 180 Plätze bei Mensabetrieb und bis zu 300 bei Veranstaltungen. Lediglich die Außenanlagen sind noch nicht komplett fertiggestellt. Kostenpunkt: rund 3.22 Millionen Euro. Etwas weniger als die Hälfte der Summe kommen aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Den Rest hat die Stadt über Kredite finanziert.

Schüler sind begeistert

„Die Schüler sind echt begeistert von der Mensa“, sagt Woltering. Sie seien es auch gewesen, die den Namen für die neue „gute Stube“ des Gymnasiums beigesteuert hätten: „Steinwerk“. „Wir haben einen Wettbewerb zur Namensfindung ausgelobt. 300 Vorschläge gingen ein, die SV-Vertreter wählten dann aus“, so der Rektor.

Geplant worden sei die Mensa als Ort der Begegnung: „Hier soll nicht nur gegessen werden. Wir wollen sie als Raum für Konferenzen nutzen, Elternabende, Theatervorführungen und auch für den Literatur- und Musikunterricht“, sagt Woltering. Der Bühnenbereich soll künftig zudem als Aufenthaltsbereich für Oberstufenschüler dienen. Doch das alles ist wohl erst nach der Corona-Zeit möglich. Derzeit dient sie ausschließlich dazu, dass Schüler dort ihren Hunger stillen können.

Gegessen wird seit Schuljahresbeginn immer im Klassenverband: „Jede Klasse hat dann ihren eigenen Tisch“, erklärt Woltering das Corona-Prozedere. Die Gymnasiasten können derzeit aus einem Menüplan ihr Lieblingsgericht wählen – bestellt wird im Vorfeld online. Perspektivisch soll es ein Buffetangebot geben. Bereits in der zweiten Schulwoche seien täglich 250 Essen ausgegeben worden. Betrieben wird die Mensa vom Förderverein, das Catering übernimmt die „Menuefaktur“ aus Bünde.

Politiker sind beeindruckt

Die Mitglieder des Schulausschusses konnten sich in ihrer jüngsten Sitzung ein Bild vom neuen „räumlichen Herzstück“ am Vom-Stein-Gymnasium machen. Statt wie sonst im Rathaus tagte das Gremium – unter Einhaltung der Corona-Regeln – in der Schule. Bei der Gelegenheit sprach Woltering seinem Stellvertreter Jens Ransiek ein besonderes Lob aus: „Niemand hat mehr auf Seiten der Schule für das Steinwerk geleistet als Sie es getan haben.“

Auch die Lokalpolitiker zeigten sich vom neuen Anbau beeindruckt. „Es war im großen und ganzen die richtige Entscheidung, für das Gymnasium und die Kästner-Gesamtschule jeweils eine eigene Mensa zu bauen“, so Schulausschussvorsitzender Georg Kruthoff.

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