Nach Corona-Zwangspause startet Gastronomie mit neuem Konzept
Das „BüCafé“ öffnet im „Büka“

Bünde (WB). Sechs Jahrzehnte war die Gastronomie im Bünder Modehaus ohne längere Unterbrechungen ausgekommen – dann kam Corona. Seit dem Frühjahr ist das „Panoramablick“ im lichtdurchfluteten Obergeschoss des ehemaligen Bünder Kaufhauses („Büka“) verwaist. Die Krise hat Betreiber Lothar Finkemeyer in die Insolvenz getrieben. Doch Ende des Monats soll es weitergehen – und Lothar Finkemeyer ist als Koch auch wieder dabei.

Donnerstag, 03.09.2020, 05:22 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 11:22 Uhr
Geschäftsführerin Andrea Finkemyer zeigt das Logo des neuen „BüCafés“. Mit ihrem Mann Lothar (hinten, Mitte) wird sie „den Laden schmeißen“. Darauf vertrauen auch Christoph Lanvers (links) und Volker Jährling vom Modehaus. Foto: Bernd Bexte

„Dann gehen wir mit einem leicht veränderten Konzept an den Start“, kündigt Modehaus-Mitinhaber Christoph Lanvers an. Er ist gemeinsam mit Andrea Finkemeyer Geschäftsführer einer neugegründeten GmbH, die für die Gastronomie unter dem Namen „BüCafé“, eine Anspielung auf den althergebrachten Namen „Büka“, verantwortlich zeichnet. Gesellschafter ist der langjährige Modehaus-Chef und Mitinhaber Volker Jährling (81).

„Wir haben Vertrauen in die Finkemeyers, sie haben gezeigt, dass sie es können“, sagt Jährling, der sich schon jetzt darauf freut, dass in die Gastronomie mit dem beeindruckenden Panoramablick auf den Tönnies-Wellensiek-Platz wieder Leben einkehrt. Finkemeyer hatte den Betrieb im Juni 2006 übernommen. „Bis Corona lief es richtig gut“, sagt er. Vor allem das Frühstücksbuffet habe viele Besucher angelockt. „Da waren dann auch mal alle 80 Plätze belegt.“ Mit der Pandemie kam dann erst der Lockdown im März, ein vorsichtiger Neubeginn im Mai wurde nach knapp zwei Wochen gestoppt. „Es lohnte sich einfach nicht.“ Die Zeit danach sei „sehr schwierig“ gewesen.

Karte „verjüngt“

Jetzt schaut er mit seiner Frau Andrea nach vorne. Mit ein paar der ehemals zehn Mitarbeiter wollen sie ihre Gäste bald wieder bewirten. „Wenn es dann gut läuft, stehen schon weitere Ehemalige auf Abruf bereit.“ Zunächst einmal soll das Lokal aber eine neue Optik bekommen. „Wir wollen mit der Modernisierung für ein frischeres Ambiente sorgen“, sagt Christoph Lanvers. Entsprechend habe man die Karte „verjüngt“ – etwa durch Baked Potatoes, Crispy Chicken oder eine Salad-Bowl –, richte aber weiterhin den Fokus auch auf die Stammkundschaft. So gehören das tägliche Frühstücksbuffet, die beliebten Waffeln und Flammkuchen weiterhin zum Angebot.

Abends ist das „BüCafé“ geschlossen, kann aber für Familienfeiern oder Gesellschaften reserviert werden. Zudem wollen die Finkemeyers das Catering-Geschäft ankurbeln (Infos: Tel. 0172/5227665). Geplanter Eröffnungstermin ist Ende September.

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