RTL Nord dreht Fernsehbeitrag über das geteilte Bruchmühlen
Trotz der Grenze viel Gemeinsames

Bruchmühlen (WB). Im Jahre 2005 drehte ein Filmteam des privaten Fernsehsenders RTL einen Beitrag über Melle-Bruchmühlen und Rödinghausen-Bruchmühlen, da seinerzeit die Rechtschreibreform in Nordrhein-Westfalen später umgesetzt wurde als in Niedersachsen.

Freitag, 07.08.2020, 05:10 Uhr
Trotz der Landesgrenze gebe es viel Verbindendes machte der Meller Bürgermeister Reinhard Scholz (links ) im Interview mit Redakteurin Mareike Baumert (Mitte) deutlich.

Eineinhalb Dekaden sind seither ins Land gegangen. Anlass genug für Redakteurin Mareike Baumert und Kameramann Stephan Thöne von RTL Nord, den beiden „Grenzlandkommunen“ einen Besuch abzustatten und eine aktuelle Dokumentation über das Leben diesseits und jenseits der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vorzubereiten.

„Unser Fernsehbericht wird am Montag, 17. August, in der Zeit zwischen 18 und 18.30 Uhr auf RTL Nord in der Rubrik ,Der Monat vor 15 Jahren‘ zu sehen sein“, berichtete Baumert, um anschließend auf die inhaltliche Zielsetzung hinzuweisen: „Wir möchten mit unserer Dokumentation aufzeigen, was sich in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten in Melle-Bruchmühlen und Rödinghausen-Bruchmühlen entwickelt hat und wie es um das Verhältnis der beiden Orte gleichen Namens bestellt ist.“

Um ihren Beitrag inhaltlich mit Leben zu füllen, setzten die Redakteurin und der Kameramann auf kurze Gespräche mit Bürgerinnen und Bürger – sei es auf der Straße oder in Cafés. Und sie nutzten bei hochsommerlichen Temperaturen die Gelegenheit, den Meller Bürgermeister Reinhard Scholz zu interviewen. Was ist das Besondere am Meller Stadtteil Bruchmühlen? Wie ist die Trennung der beiden Orte gleichen Namens zu erklären? Welche Probleme bereitet die Grenze – und welche verbindenden Elemente wiesen „die beiden Bruchmühlens“ aus? So lauteten einige von etlichen Fragen, die die Redakteurin an den Verwaltungschef. Reinhard Scholz machte dabei eines deutlich machte: Trotz der Landesgrenze gebe es viel Verbindendes. So sei beispielsweise die Vereinsarbeit kommunal- und länderübergreifend ausgerichtet. Bei Veranstaltungen wie dem Herbstfest trügen beide Orte – trotz unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen – gemeinsam zum Gelingen der Veranstaltung bei. Und natürlich gebe es auch ungezählte verwandtschaftliche Verbindungen, die teilweise bereits seit Generationen existierten.

Weiteres verbindendes Element: Der vom Kreis Herford errichtete Kreisverkehrsplatz von Meller Straße, Kilver Straße, Bruchstraße, Osnabrücker Straße und Spenger Straße wird im jährlichen Wechsel von der nordrhein-westfälischen und von der niedersächsischen Seite wahrgenommen – und das, obwohl nur etwa ein Viertel der Anlage im Bereich der Stadt Melle liegt.

Ortsgeschichte

Die feuchte Niederung um Bruchmühlen wurde im 14. Jahrhundert besiedelt. Das 1322 erwähnte Gut Brocmole im heutigen Niedersachsen gab Bruchmühlen seinen Namen. Über den Kilverbach und den Fluss Else wurde im 19. Jahrhundert ein reger Schmuggelverkehr geführt, weil der Ort noch auf der Staatsgrenze des Königreichs Hannover zu Preußen lag. Bis zur kommunalen Gebietsreform im 1. Januar 1969 in NRW gehörte Bruchmühlen zu Westkilver. Als Ortsteil von Rödinghausen erhielt das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Westkilver im Oktober 1969 den Namen Bruchmühlen, da der Ort Bruchmühlen bereits wesentlich größer war als Westkilver.

1972 entschloss sich die Stadt Melle, ihre neu eingegliederten Ortsteile Düingdorf und Bennien in einem Stadtteil namens Bruchmühlen zusammenzufassen, so dass seit 1972 zwei Orte dieses Namens aneinandergrenzen.

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