20 Jahre Else-Werre-Radweg: Beliebte Route führt durch Bünde
Immer am Fluss entlang

Bünde (WB). HK). Vor 20 Jahren wurde Bünde als 29. Mitglied in den erlauchten Kreis der fahrradfreundlichen Städte in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Ebenfalls vor 20 Jahren feierte der beliebte Else-Werre-Radweg seine Premiere, der mitten durch das Bünder Land führt.

Montag, 03.08.2020, 05:20 Uhr
Über mangelnde Routenoptionen können sich Radfahrer im Bünder Zentrum, hier an der Bolldammbrücke, nicht beschweren. Auch der Wegweiser für den Else-Werre-Radweg ist mit dabei. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Als seit nunmehr zwei Jahrzehnten offiziell mit dem Titel „fahrradfreundliche Stadt“ ausgezeichnete Kommune hat sich Bünde bei Fahrradfans auch überregional einen Namen gemacht. Dank eigener Themenrouten, jährlicher Angebote und Aktionen rund ums Rad, eines gut ausgebauten und ausgeschilderten Radverkehrsnetzes sowie bester Anbindungen in die umliegenden Orte und Kreise hat die Elsestadt eine Menge Abwechslung für Radler zu bieten.

Viele Menschen fahren wieder Rad

Während der Coronakrise entdecken viele Menschen, auch wegen mangelnder Alternativen im Freizeitbereich, das Fahrradfahren wieder für sich. Und das führt zu einer merklich erhöhten Frequenz auf den heimischen Radwegen – wie dem länderübergreifenden Else-Werre-Radweg. Er ist knapp 55 Kilometer lang, mit seinem flachen Streckenprofil auch für Familien mit Kindern oder ungeübten Radfahrern geeignet und startet an der Bifurkation bei Melle-Gesmold, wo die Else aus der Hase entsteht.

Über Bruchmühlen Bünde, Kirchlengern, Löhne und Bad Oeynhausen führt die Strecke durch eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft und häufig an einem der beiden namensgebenden Flüsse entlang bis zum Werre-Weser-Kuss in Bad Oeynhausen. Oder sie startet von dort aus.

Denn der Radweg ist auf seiner gesamten Länge in beide Richtungen ausgeschildert und dafür ausgelegt, von beiden Seiten befahren zu werden. Wegen der guten Zuganbindungen ist es zudem problemlos möglich, mittendrin einzusteigen, um beispielsweise eine Etappe nach Belieben zu befahren.

Bis zum Werre-Weser-Kuss

Wer an der Bifurkation in Gesmold beginnt, erreicht immer flussabwärts radelnd nach gut sieben Kilometern das Schloss Gesmold und nach 13 Kilometern das Meller Stadtzentrum. Weiter geht es primär durch Naturlandschaften und am Segelflugplatz in Gerden vorbei nach Bruchmühlen – am Torbogenhaus zeigt der Tacho bereits 22 Kilometer an. Das Überqueren der Landesgrenze geschieht kurz danach recht unspektakulär, und wenig später befindet man sich bereits im Bünder Stadtgebiet.

Vorbei am Tierheim Ahle geht es an Feldern vorbei oder durch ruhige Siedlungen in Richtung Bünder Innenstadt, die nach etwa 33 Kilometern erreicht ist. Spätestens hier hat man sich eine Pause verdient und kann die Fußgängerzone, die Museumsinsel sowie andere Sehenswürdigkeiten besuchen oder irgendwo einkehren. Meistens nah an der Else entlang rollend, bekommt man vom Innenstadtverkehr nur recht wenig mit.

In Richtung Osten geht es weiter durch einen Teil Spradows und dann durch das idyllische Naturschutzgebiet Elseaue – eine sehr beliebte Radverbindung auch für Pendler zwischen Bünde und Kirchlengern. Der Weg zur Nachbargemeinde ist von dort aus nicht mehr weit, und bereits wenige Kilometer östlich des Zentrums fließt die Else dann in die Werre.

Leider kann der Zusammenfluss nicht mehr von der direkt am Radweg befindlichen Brücke aus beobachtet werden, da diese vor wenigen Jahren gesperrt wurde. Das Löhner Stadtzentrum kommt nach etwa 44 Kilometern in Sicht. Danach geht es die meiste Zeit direkt am Werreufer entlang bis Bad Oeynhausen, wo nach insgesamt rund 55 Kilometern schließlich der Werre-Weser-Kuss erreicht ist.

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