Aktion von Umweltaktivist Ayman Zribi findet kreisweit immer mehr Nachahmer
Drei Tonnen wilden Müll gesammelt

Bünde (WB/sal). Knapp ein Monat ist vergangen seitdem der Bünder Umweltaktivist Ayman Zribi zu einer kreisweiten Müllsammelaktion aufgerufen hat. Vom Ziel, bis Anfang August 50 Tonnen wilden Unrat aus der Natur zu holen, sind er und seine Mitstreiter zwar noch weit entfernt. Dennoch hat seine Aktion viele Teilnehmer gefunden.

Dienstag, 07.07.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 19:34 Uhr
Ayman Zribi und seine Freunde haben rund eine halbe Tonne Müll aus der Else gefischt. Foto: Daniel Salmon

„Bis jetzt sind in den Kreiskommunen rund drei Tonnen Müll gesammelt worden. Ich finde es echt mega, wie viele Leute bei der Challenge mitziehen“, sagt der 17-Jährige. Im Internet veröffentlicht der Berufsschüler regelmäßig die aktuellen Zahlen aus den einzelnen Städten und Gemeinden . „Vor allem Privatleute machen bei der Aktion mit. Sie schicken mir Videos oder machen Fotos, wie sie den Müll wiegen oder wie viel sie gesammelt haben.“

Stadt Herford ist Spitzenreiter

Spitzenreiter bei Zribis Müll-Challenge ist derzeit die Stadt Herford: 537 Kilo Unrat wurden gesammelt. Auf Platz zwei des Rankings landet Bünde mit 510 Kilogramm. „Allerdings habe ich diesen Müll zumeist mit meinen Freunden gesammelt“, räumt der 17-Jährige ein. In Enger trugen Freiwillige immerhin 453 Kilo Unrat zusammen, in Rödinghausen 322 Kilo, in Löhne 289 Kilo, in Spenge 278 Kilo, in Kirchlengern 269 Kilo, in Vlotho 189 Kilo und in Hiddenhausen 161 Kilo.

Ayman Zribi hatte zu der Aktion, an deren Ende die fleißigsten Sammler mit kleinen Preisen belohnt werden, ins Leben gerufen, nachdem er mit Freunden die Else in Bünde an mehreren Stellen von Müll gesäubert hatte . Der Jugendliche selbst ging seit Ende Mai rund 19 Mal auf Tauchstation, fischte sogar eine Schreckschusspistole aus dem Wasser. Schnittverletzungen und ein Sonnenbrand konnten ihn nicht davon abhalten, immer wieder in den Fluss zu steigen. „Von zahlreichen Passanten habe ich viel Zuspruch für die Aktion bekommen. Von einem Bünder wurden wir für unseren Einsatz sogar zum Grillen eingeladen.“

Derzeit befindet sich Zribi im Urlaub: „Wenn ich aber wieder da bin, sammele ich weiter. Auch wenn wir die 50 Tonnen wahrscheinlich nicht bis Anfang August zusammenbekommen werde, finde ich, dass wir mit dieser Aktion viel bewegen können.“

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