Verwaltung soll CDU-Antrag für mehr Stellplätze am Bünder Bahnhof prüfen
Parkhaus-Pläne werden konkreter

Bünde (WB). Der mögliche Bau eines Parkhauses am Bünder Bahnhof hat die erste Hürde genommen. Die Mitglieder des Planungsausschusses haben die Stadtverwaltung damit beauftragt, ein Prüfverfahren in die Wege zu leiten. Im Bauamt hält man ein solches Projekt für zuschussfähig.

Mittwoch, 08.07.2020, 07:40 Uhr
Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Martin Schuster und seine Mitstreiter haben auch schon einen möglichen Standort für das Parkhaus im Blick. So könnte der hinter dem Güterbahnhof befindliche P&R-Parkplatz als Fläche dienen. Foto: Daniel Salmon

Wie mehrfach berichtet, hatte die CDU-Fraktion einen entsprechenden Antrag formuliert. „Die Situation am Bahnhof ist uns ja allen bekannt“, führte Martin Schuster, Stadtverbandschef der Christdemokraten in der Ausschusssitzung aus. Eine Verbesserung der Stellplatzmöglichkeiten für Pendler sei an der Stelle dringend geboten.

Nutzung soll kostenlos sein

„Der Bahnhof wird auch von vielen Menschen aus dem Umland genutzt – aus Spenge, Enger oder Rödinghausen“, sagte der CDU-Ratsherr. Er betonte, dass eine Aufstockung der Pkw-Stellplätze mithilfe einer Parkpalette „ausdrücklich keine Einladung dazu sein soll, mehr Auto zu fahren“. Schuster: „Vielmehr sollte es eine Aufforderung sein, seinen Wagen dort stehen zu lassen und die Bahn zu nutzen.“ Wichtig für die CDU: Die Nutzung des Parkhauses sollte für Pendler kostenlos sein.

Der Stadtverbandsvorsitzende und seine Mitstreiter haben auch schon einen möglichen Standort im Blick. So könnte der hinter dem Güterbahnhof befindliche P&R-Parkplatz als Fläche dienen. „Dieser Platz wäre unser Favorit. Zwei Geschosse sollte das Parkhaus schon haben, somit könnte man die Zahl der Stellfläche dort verdreifachen. Das wäre eine gute Option“, meinte Schuster.

Förderung möglich

Als Alternative brachte er eine Fläche jenseits der Bahnschienen ins Spiel: Ein Gelände in der Nähe des Universums, dass ihm vonseiten der Bürgerschaft vorgeschlagen worden sei, das sich allerdings in Privatbesitz befinde.

Eyüp Odabasi (Grüne) meinte: „Es geht ja erstmal um einen Prüfauftrag. Wenn wir uns zunächst anschauen, was man dort hinbauen könnte und was es kostet, dann kann ich mich damit anfreunden.“ Technischer Beigeordneter Dr.

Andreas Siepenkothen wies darauf hin, dass sich die Verwaltung schon vor einigen Jahren mit dem möglichen Bau eines Parkhauses am Bahnhof befasst habe: „Von daher bin ich erfreut, dass die CDU meine Ideen von 2015 aufgreift.“ Laut seiner Aussage hätte man schon damals ein solches Vorhaben mit bis zu 90 Prozent der Kosten fördern lassen können. Martin Schuster betont: „Wir haben gute Möglichkeiten, entsprechende Zuschussmittel von Land oder Bund einzuwerben. Die Verwaltung hat mehrfach bewiesen, wie das gehen kann – zuletzt bei der Förderung für den Freibadneubau.“

VEP beachten

Siepenkothen wies hin: „Wichtig ist, das so ein Projekt mit in die geplante Mobilstation am Bahnhof und den Realisierungswettbewerb Bahnhofsumfeld mit reinpasst.“ SPD-Ratsherr Ralf Brinkmann regte an, dass man die Ergebnisse des derzeit noch in der Erarbeitung befindlichen neuen Bünder Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) mit in die Prüfung für den Bau einer Parkpalette am Bahnhof einfließen lassen sollte. Diesem Ansinnen konnten auch die übrigen Ausschussmitglieder folgen und gaben grünes Licht für den Prüfauftrag,

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