20 Britenhäuser in Bünde-Hunnebrock auf dem Markt – Kaltmiete: 6,50 Euro pro Quadratmeter
Wer will hier einziehen?

Bünde (WB). Darf’s ein bisschen britisch sein? 20 komplett sanierte Reihenhäuser in der Hunnebrocker Engländersiedlung sollen jetzt vermietet werden. Als Kaltmiete werden 6,50 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

Donnerstag, 02.07.2020, 06:27 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 06:30 Uhr
Sehen aus wie frisch gestrichen, sind es aber nicht: Die 20 Reihenhäuser an der Robert-Schumann-Straße sind seit Dezember auf Vordermann gebracht worden und sollen nun vermietet werden. Foto: Daniel Salmon

Seit Ende Dezember waren die Bautrupps in den ehemaligen Behausungen der Royal Army an der Robert-Schumann-Straße im Einsatz. 1,8 Millionen Euro hatte die Stadt für die Häuser an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben überwiesen. 400.000 Euro hat die neu gegründete Bünder Immobilien GmbH in die Hand genommen, um die Gebäude auf Vordermann zu bringen.

Einbauküche in allen Häusern

Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wie eine erste Besichtigung zeigt: Die Immobilien aus den 1960er-Jahren sind augenscheinlich in einem guten Zustand. „Man müsste kaum was machen, könnte eigentlich sofort einziehen“, sagt Ulrich Vanis, Prokurist der Bünder Immobilien GmbH, die die Häuser vermietet.

Tatsächlich verfügen die meisten Wohneinheiten zum Beispiel über eine Einbauküche: „Gekocht werden kann sogar mit Gas. Will jemand seine eigene Küche einbauen, nehmen wir die alte natürlich raus.“ Die Teppiche in den Räumen sehen aus wie gerade erst verlegt, die Wände wie frisch gestrichen. Vanis: „Dabei wurde alles in der Regel nur gereinigt und gar nicht komplett neu gemacht.“

Energetisch überholt

20 Britenhäuser werden vermietet

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Energetisch wurden die 70 bis 85 Quadratmeter großen Wohneinheiten in den vergangenen Monaten ebenfalls generalüberholt, wie Dr. Marion Kapsa, Chefin der städtischen Tochtergesellschaft versichert. So seien die Dächer von drei Häuserriegeln komplett erneuert worden, die Fenster wurden instandgesetzt. „Und auch eine energieeffiziente und platzsparende Lösung für die Heizung wurde eingebaut“, so Kapsa. Das Besondere daran: Mehrere Wohnungen teilen sich eine Erdgasbrennwertanlage für die Versorgung mit Wasser und Warmwasser. Sämtliche Reihenhäuser haben zudem einen Keller, eine Dachboden und eine eigene Terrasse samt Garten.

Hier und da wird noch das britische Erbe deutlich. Etwa an manchen Lichtschaltern, auf denen „Bathroom“ oder „Outdoor Light“ steht. „Sämtliche Steckdosen sind aber auf deutschen Standard umgerüstet worden“, sagt Marion Kapsa und lacht.

Virtuelle Besichtigung

Etwa fünf Jahre verbrachten die Häuser in einer Art Dornröschenschlaf, standen seit dem Abzug der Briten leer. Die Bünder Immobiliengesellschaft wünscht sich für die Siedlung nun am liebsten eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Bewohnern. „Wir würden uns freuen, wenn wir neben jungen Familien auch Paare und Senioren für die Wohnungen begeistern können.“ Tatsächlich ist die Lage aber wohl vor allem für Eltern mit kleineren Kindern interessant: Schule und Kita sind ganz in der Nähe.

Petra Eggert-Höfel, Vorsitzende der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (B&S), die die Reihenhäuser verwaltet, ist überzeugt: „Die Immobilien sind eine tolle Ergänzung für den Bünder Wohnungsmarkt. Wenn wieder Leben hier in die Ecke kommt, ist das ein Gewinn für die Nachbarschaft.

In Zeiten von Corona gibt’s für Interessenten ein besonderes Angebot: So kann ein erster virtueller Rundgang durch eines der Häuser bequem vom Sofa aus erfolgen, entweder über die Homepage der Stadt Bünde (www.buende.de) oder der B&S (www.bauundsiedlungsgenossenschaft.de), die auch erster Ansprechpartner für potenzielle Mieter ist (Telefon: 05223/92910).

Verhandlungen gehen weiter

Zuletzt hatte die Stadt in dem Quartier 14 ehemalige Britenhäuser an der Kleist- und Eichholzstraße erworben, die weiter als Flüchtlingsunterkünfte dienen sollen. Die Verhandlungen mit der BImA über den Kauf weiterer Wohneinheiten dauern an.

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