Verkehrsausschuss: Verwaltung soll drei Engstellen in den Blick nehmen und Lösungen präsentieren
Radler in Bünde sollen besser geschützt werden

Bünde (WBsal). Wie können Radfahrer in Bünde im Straßenverkehr an bestimmten Engstellen im Stadtgebiet besser geschützt werden? Eine Antwort auf diese Frage soll nun die Straßenverkehrsbehörde der Elsestadt finden. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Verkehrsausschusses.

Donnerstag, 02.07.2020, 14:06 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 15:10 Uhr
Die Grünen wollen Radler besser schützen. Foto: dpa

Einen eigenen Ansatz hatte bereits der Grünen-Ratsherr Elmar Holstiege gefunden – und in einen Antrag an das Gremium verpackt. Konkret hatte der Lokalpolitiker drei Straßenabschnitte im Blick: die Lettow-Vorbeck-Straße zwischen Klinkstraße und der Zufahrt zum Rathausparkplatz, ein Teilstück der Gewinghauser Straße in Höhe einer rechtwinkligen Kurve mit dem Abzweig des Weges Neulandstraße sowie die Gerhart-Hauptmann-Straße von der Wasserbreite bis circa 50 Meter nördlich der dortigen Eisenbahnunterführung.

An diesen Engstellen, so Holstiege, sollte mit der Aufstellung von entsprechenden Verkehrszeichen, verdeutlicht werden, dass Autos Fahrräder hier nicht überholen dürfen. Seit der diesjährigen Novelle der Straßenverkehrsordnung liegt der gesetzlich geforderte Mindestseitenabstand von Fahrräder überholenden Kraftfahrzeugen innerorts bei 1,50 Metern und außerorts bei zwei Metern. An allen drei von Holstiege aufgezeigten Stellen sei die Einhaltung des geforderten Abstands nicht möglich.

Überholen ohnehin untersagt

„Wir hatten vor einiger Zeit in Bünde die Initiative Verkehrszeichen zu reduzieren, vor dem Hintergrund, dass mehr Schilder nicht hilfreich sind“, führte CDU-Ratsherr Martin Schuster aus. Zwar verstehe er die Argumentation von Holstieges Antrag: „Aber es ist müßig, dass zu prüfen, da das Überholen von Rädern an den Stellen ja sowieso gesetzlich geregelt ist.“

Letztlich fand der Vorstoß des Grünen keine Mehrheit. Aber Schuster und Uwe Mausch (Grüne) brachten eine andere Idee ins Spiel, mit dem sich dann auch die Ausschussmitglieder anfreunden konnten: Nun sollen nun die Verwaltung und die Straßenverkehrsbehörde alternative Möglichkeiten prüfen, die die Verkehrssicherheit der Radler an Lettow-Vorbeck-Straße, Gewinghauser Straße und Gerhart-Hauptmann-Straße verbessern.

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