Parteien nominieren Bündes Stadtverbandschef Martin Schuster
FDP unterstützt CDU-Bürgermeisterkandidaten

Bünde (WB).Nun ist mit CDU-Stadtverbandschef Martin Schuster (38) der nächste Anwärter auf das Amt des Bünder Bürgermeisters offiziell ins Rennen geschickt worden. Rückendeckung bekommt der Unternehmer allerdings nicht nur von seiner eigenen Partei.

Donnerstag, 04.06.2020, 11:13 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 11:20 Uhr
Martin Schuster tritt als gemeinsamer Kandidat für CDU und FDP an und will den Chefposten im Bünder Rathaus erobern. Foto: Daniel Salmon

Auch die Bünder FDP unterstützt den 38-Jährigen, der somit als gemeinsamer Kandidat der beiden Parteien den Chefsessel im Rathaus bei der Kommunalwahl im September erobern soll. Erst bei der Nominierung Schusters am Dienstagabend im Stadtgarten war die Unterstützung der Liberalen publik geworden. „Wir hatten im Vorfeld lange Gespräche miteinander geführt und uns über politische Inhalte ausgetauscht“, so FDP-Ortsverbandsvorsitzender Martin Lohrie. Nachdem die UWG mit Norbert Darnauer den nunmehr fünften Bewerber um das Bürgermeisteramt aufstellte, hätten sich die Liberalen entschlossen, keinen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Amtsinhaber Wolfgang Koch (CDU) zu nominieren. „Wir wollten ein anderes Zeichen setzen“, so Lohrie. Er betont: „Wir arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich zusammen mit der CDU, da ist es toll, nun diesen gemeinsamen Weg gehen zu können.“ 43 von 43 Stimmen der CDU und 13 von 14 Stimmen der FDP (bei einer Enthaltung) entfielen bei der Wahl am Dienstag letztlich auf Schuster. „Ich freue mich riesig über dieses tolle Ergebnis“, kommentierte er.

„Wirtschaft, Schule, Sicherheit“

Martin Schuster tritt für FDP und CDU an.

Martin Schuster tritt für FDP und CDU an.

Um den Wahlkampf für sich entscheiden zu können, hat er bereits gemeinsam mit seinen Unterstützern ein Wahlprogramm unter dem Motto „Wirtschaft, Schule, Sicherheit“ zusammengestellt. Dabei sei es Schuster wichtig, an Erreichtes anzuknüpfen, aber auch neue Impulse zu setzen.

So sei es ihm ein großes Anliegen, die heimische Wirtschaft zu stärken, gerade nach der Corona-Krise sei dies von besonderer Bedeutung. „Das Cordes-Gelände zum Beispiel gehört für mich ganz klar zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt“, betont Schuster. Daneben wolle er sich für schnelleres Internet in Privathaushalten, aber auch Gewerbegebieten wie dem in Ennigloh einsetzen.

Angsträume vermeiden

Um dem Fachkräftemangel insbesondere im handwerklichen Bereich entgegenzuwirken, wolle der geschäftsführende Gesellschafter der Bentley Tobacco GmbH zudem die Bildung interkommunaler Hauptschulen fordern. Generell wolle er das Thema Digitalisierung an Schulen in den Fokus nehmen. „Ich denke, wir brauchen eine Kombination aus klassischem Unterricht und Digitalisierung.“

Aber auch das Thema Sicherheit spielt für Schuster eine wichtige Rolle. „In unserer Stadt soll sich jeder sicher fühlen können. Das bedeutet, dass wir Angsträume bestmöglich vermeiden müssen“, so der Bürgermeisterkandidat. Aus diesem Grund strebe er eine Videoüberwachung wichtiger Plätze und Orte in der Stadt – wie dem Bahnhof, dem Steinmeisterpark oder dem Marktplatz – an.

Zuletzt möchte er auch die Arbeit des Jugendamtes stärken, indem dieses mehr in die städtische Jugendarbeit einbezogen wird, zum Beispiel im Zuge eines dezentralen Freizeitangebots im Nordring-Park.

Kommentar

Fünf Kandidaten haben ihren Hut bislang für die Koch-Nachfolge in den Ring geworfen. Neben Susanne Rutenkröger (SPD), Stefanie Janßen-Rickmann (Grüne), Norbert Darnauer (UWG), Marc Höcker (parteilos) ist nun Martin Schuster ganz offiziell Aspirant auf den Chefposten im Bünder Rathaus. Und derzeit dürfte der CDU-Stadtverbandschef die beste Ausgangsposition für die Kommunalwahlen in wenigen Monaten haben – dank der Unterstützung der FDP. Während die übrigen Partei-Kandidaten nur ihre eigenen Leute und Unterstützer hinter sich wissen, darf Schuster auf die Rückendeckung der Bünder Liberalen und deren Wähler bauen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, der am Ende möglicherweise das Zünglein an der Waage sein könnte. Daniel Salmon

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