Ausgeklügeltes System bei Feuer- und Rettungswache
Auch in Corona-Zeiten stets einsatzbereit

Bünde (WB). Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Arbeit an der Bünder Feuer- und Rettungswache. Damit die Einsatzfähigkeit der Retter auch bei der Infektion eines Mitarbeiters mit dem neuartigen Virus gewährleistet ist, wurden verschiedene Anpassungen notwendig.

Samstag, 09.05.2020, 07:00 Uhr
Die Bünder Feuer- und Rettungswache: Zur Vermeidung einer Ansteckung wurde unter anderem der Eingangsbereich unterteilt. Foto: Daniel Salmon

Wie Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz erklärt, wurde mit der Umsetzung entsprechender Maßnahmen bereits vor dem Lockdown des öffentlichen Lebens in der Bundesrepublik begonnen: Bereits seit dem 10. März bereitete man sich demnach in Bünde darauf vor, den Dienstbetrieb auch bei möglichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie möglichst im vollen Umfang aufrechterhalten zu können.

So wurde unter anderem der Krankentransportwagen zum Feuerwehrgerätehaus Muckum verlegt. „Dadurch soll eine Keimverschleppung auf andere Mitarbeitende aus dem Schichtdienst vermieden werden“, erklärt Greiner-Rietz. Zudem wird an der neuen Rettungswache in Ahle auf dem Gelände der EWB in einem festen Team gearbeitet, dessen Mitglieder nur dort eingesetzt werden. „Das geschieht, um Kontaminationsverschleppungen zwischen den Wachen möglichst zu vermeiden“, begründet die Stadtsprecherin.

Damit bei einer möglichen Covid-19-Erkrankung eines Rettungsdienst-Mitarbeiters nicht die gesamten Wachmannschaft der Hauptwache unter häusliche Beobachtung gestellt werden muss, gibt es eine weitere Trennung der Rettungswagen-Besatzungen in dem Gebäude an der Dünner Straße. „Die Aufenthalts- und Ruheräume wurden den jeweiligen Besatzungen fest zugewiesen. Die Besatzungen sollen bei der Essenszubereitung versetzt zueinander die Küche nutzen“, führt Doris Greiner-Rietz weiter aus.

Um eine mögliche Kontamination zwischen Mitarbeitern des Brandschutzes und des Rettungsdienstes der Hauptwache zu verhindern, sei auch hier eine räumliche Trennung erfolgt. So seien die Aufenthalts- und Ruhebereiche der hauptamtlichen Brandbekämpfer in die Räume des Löschzugs Mitte der Freiwilligen Feuerwehr verlegt worden. Die Fahrzeuge der hauptamtlichen Wache wurden in der Fahrzeughalle des Löschzugs stationiert.

„Das Büro des Wachabteilungsführers sowie ein weiterer Dienstraum sind durch eine provisorische Wand vom Rest der Wache abgetrennt worden. Der Zutritt ist hier nur noch über den Nebeneingang möglich“, sagt die Stadtsprecherin. Der Zutritt zum Büro sei nur den jeweils diensthabenden Wachabteilungsführer gestattet. Die Brandschutzhalle darf durch das Personal des Rettungsdienstes zudem nicht mehr betreten werden. Zugang zu den Werkstätten besteht ausschließlich für das Brandschutzpersonal über die außen liegenden Türen.

Und auch die Personalplanung der Einsatzkräfte wurde mit Blick auf die derzeitige Corona-Lage angepasst. Greiner-Rietz: „Alle Dienste werden nur mit der minimalen Besatzungsstärke abgedeckt. Die Ausbildung von externen Praktikanten wurde abgesagt.“ Der Publikumsverkehr an den verschiedenen Standorten wurde ferner stark eingeschränkt.

Zur Vermeidung einer möglichen Kontaminationsverschleppung wurde der Eingangsbereich der Wache unterteilt. „Der Haupteingang ist auf den Nebeneingang zum Treppenhaus verlegt worden“, führt die Stadtangestellte aus. Grundsätzlich gelten strikte und präzise Verfahrensanweisungen sowohl bei den organisatorischen Abläufen, als auch im Bereich der Hygiene – insbesondere für Desinfektionsverfahren und dem Umgang mit Infektionsschutzkleidung oder Infektionsschutzausrüstung, erklärt Doris Greiner-Rietz abschließend.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7401461?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
Hakenkreuz-Christbaumkugel in Chat-Gruppe der Polizei
Im Dritten Reich gab es Christbaumkugeln mit Hakenkreuz. Dieses Bild entstand in einer Ausstellung über historischen Weihnachtsschmuck. Das Gesetz erlaubt das Zeigen eines solchen Fotos in Berichten über zeitgeschichtliche Vorgänge. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker