55-jähriger Bünder muss sich am Montag vor Gericht verantworten – Beamte als Nebenkläger
Nachbarschaftszoff eskaliert: zwei Polizisten verletzt

Bünde (WB). Ein Polizist erlitt einen Fingerbruch, ein weiterer Beamter eine Schädel- und eine Schulterprellung: Am Rande eines Streits mit seinem Nachbarn soll ein 55-Jähriger zwei Ordnungshüter verletzt haben. Am Montag, 2. März, steht der Bünder vor dem Amtsgericht.

Samstag, 29.02.2020, 07:29 Uhr
Erst mit Verstärkung gelang es der Polizei, den 55-Jährigen zur Wache zu bringen. Foto: Wolfgang Wotke / Symbolbild

Die Vorwürfe gegen den Mann liegen etwas zurück, zu dem Vorfall, der nun die Justiz beschäftigt, soll es im März 2017 gekommen sein. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte seit längerer Zeit im Clinch mit seinem Nachbarn gelegen haben. An besagtem Frühlingstag habe es zur Mittagszeit eine weitere Konfrontation zwischen den beiden Streithähnen gegeben. So soll der 55-Jährige mit seinem Opel absichtlich die Zufahrt zum Haus des Kontrahenten im Stadtteil Hüffen blockiert haben. Und weil der Bünder sich weigerte, sein Auto von dort wieder wegzufahren, griff der Nachbar zum Telefon und rief die Polizei.

Weitere Streife rückt zur Hilfe an

Wegen seines aggressiven Verhaltens wollten die Beamten den Mann in Gewahrsam nehmen und zur Wache bringen. Doch das ließ sich dieser offensichtlich nicht gefallen. Der 55-Jährige soll die Uniformierten zunächst beleidigt haben („Ihr Arschlöcher“). Später habe er sich dann gegen die polizeiliche Maßnahme so heftig zur Wehr gesetzt, dass die beiden Ordnungshüter Verletzungen davon trugen.

„Es wurde dann eine zweite Polizeistreife dorthin gerufen“, schildert Moritz Kutkuhn, Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft. Mit vereinten Kräften gelang es den Polizisten schließlich, den 55-Jährigen abzuführen. Dieser muss sich nun am kommenden Montag wegen Nötigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vor Gericht verantworten.

Nach Angaben von Amtsgerichtsdirektor Thomas Bröderhausen treten die beiden während des Einsatzes verletzten Beamten bei der Verhandlung als Nebenkläger auf. Sechs Zeugen sind geladen. Ursprünglich sollte dem Bünder bereits Anfang September vergangenen Jahres der Prozess gemacht werden. Kurzfristig war der Termin aber abgesagt worden.

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