Während A30-Stau: 44-Jähriger aus Bünde wagt gefährliches Manöver Verbotene Rückwärtsfahrt durch Rettungsgasse

Bünde (WB). Weil er auf der A30 nach einem Unfall mit seinem Wagen rückwärts die Rettungsgasse entlangfuhr, droht einem 44-Jährigen nun Ärger mit der Polizei.

Von Daniel Salmon
Nach dem Lkw-Unfall hatte sich während der Bergungsarbeitern ein kilometerlanger Stau gebildet. Ein 44-Jähriger wurde wohl ungeduldig und fuhr mit seinem Wagen rückwärts durch die Rettungsgasse – bis ein anderer Autofahrer in belehrte.
Nach dem Lkw-Unfall hatte sich während der Bergungsarbeitern ein kilometerlanger Stau gebildet. Ein 44-Jähriger wurde wohl ungeduldig und fuhr mit seinem Wagen rückwärts durch die Rettungsgasse – bis ein anderer Autofahrer in belehrte. Foto: Daniel Salmon

Der Vorfall auf der Autobahn ereignete sich bereits am vergangenen Montagmorgen. Wie berichtet, war ein Lastwagen auf der Fahrspur in Richtung Osnabrück gegen etwa 9 Uhr aus bislang unbekannter Ursache in die Mittelplanke gekracht . Der Fahrer wurde bei dem Crash nicht verletzt, die Folgen waren allerdings immens.

Es bildete sich ab der Autobahnbrücke über die Engerstraße ein teilweise mehr als zehn Kilometer langer Rückstau. Die A30 musste wegen der Aufnahme des Unfalls und der Bergung des demolierten Lastwagens über mehrere Stunden gesperrt werden. Die Umleitungsstrecke führte viele Fahrzeugführer durch die Bünder Innenstadt, auch hier bildeten sich zwischen der A-30-Abfahrt in Hiddenhausen und der Auffahrt in Ennigloh lange Staus.

Video auf Facebook gepostet

Zwar verhielten sich die meisten Autofahrer in Anbetracht der Lage vorbildlich, bildeten auf der Autobahn zwischen den Fahrspuren vorschriftsmäßig eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Straßenmeisterei und Abschleppdienst. Allerdings kam es laut Polizei zu einem Vorfall in dem ein zunächst unbekannter Fahrzeugführer die Rettungsgasse dafür nutzen wollte, um scheinbar rückwärts bis zur nächsten Abfahrt in Hiddenhausen zurückfahren zu wollen.

Auf Facebook postete ein Nutzer ein entsprechendes Video, dass ein kurzes Stück der verbotenen Rückwärtsfahrt zeigt. Bei vielen Usern sorgte dieses Verhalten für Empörung.

Jetzt meldete sich der „Rückwärtsfahrer“ bei der Polizeiwache Bünde. „Er teilte den Beamten dort mit, dass ihm sein Fehlverhalten zunächst nicht bewusst gewesen sei. Er habe ein krankes Kind im Fahrzeug gehabt und wollte dieses nach etwa zwei Stunden Wartezeit im Stau endlich nach Hause bringen. Eine andere Lösung habe er nicht gesehen“, gibt Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier die Schilderung des 44-jährigen Bünders wieder.

Polizei weist auf Gefahr hin

Noch auf der A30 sei der Mann jedoch durch einen anderen Autofahrer in der Rettungsgasse auf sein Fehlverhalten und die damit verbundenen erheblichen Gefahren aufmerksam gemacht worden. Der 44-Jährige ordnete sich daraufhin noch vor der Abfahrt wieder in die Autoschlange ein. Die Polizei zeigte dem Mann im Gespräch auf der Wache nochmals die Gefahren seines Handelns aufgezeigt und erklärten ihm die folgenden verkehrsrechtlichen Maßnahmen erklärt.

„Möglicherweise wird er nun wegen Missachtung einer Rettungsgasse oder Rückwärtsfahren auf der Autobahn zur Rechenschaft gezogen“, so die Kreispolizeisprecherin.

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