Junge Sinfoniker begeistern im Bünder Stadtgarten So herrlich musiziert die Jugend

Bünde (WB/tm). Die Jungen Sinfoniker sind ein großes Orchester, bestehend aus 80 Musikern. Und doch hat beim Konzert im Bünder Stadtgarten am Samstag vom Anfang bis zum Ende eine Violinistin den Mittelpunkt gebildet: Ausnahmetalent Gina Keiko Friesicke.

Präzises Blech- und Holzbläserspiel und pointiert eingesetztes Schlagwerk machen die Werke von Tschaikowski und Sibelius zu einem Hochgenuss.
Präzises Blech- und Holzbläserspiel und pointiert eingesetztes Schlagwerk machen die Werke von Tschaikowski und Sibelius zu einem Hochgenuss. Foto: Thomas Meyer

Mit ihrem türkisen Kleid bildete die junge Detmolderin auch optisch das Zentrum der Darbietungen. Die Jungen Sinfoniker sind ein Orchester mit begabten, engagierten Jugendlichen aus Ostwestfalen-Lippe, die sich stets um den Jahreswechsel zu einer intensiven Probenphase treffen, um anschließend einen Konzertmarathon mit anspruchsvollen Stücken zu absolvieren.

Diese Stücke waren in diesem Jahr das Violinkonzert D-Dur op. 35 von Peter I. Tschaikowski und die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 4 von Jean Sibelius.

Schwierige Läufe und Doppelgriffe sowie das Spiel in extrem hohen Lagen waren die technischen Herausforderungen in Tschaikowskis Konzert, poetische Klangsinnlichkeit, Melancholie und Virtuosität die emotionalen. Mit leidenschaftlichem, träumerischem, ergreifenden Ton meisterte Gina Keiko Friesicke diese Herausforderungen, während das Orchester unter Leitung von György Mészáros versiert aufspielte und Sibelius’ Werk zu hymnischer Strahlkraft verhalf.

Beeindruckt von der Leistung, die ein noch so junges Orchester bereits erbringen kann, gab es langen Applaus vom Publikum. Und als Zugabe spielte Gina Keiko Friesicke dann noch ganz alleine die Caprice Nr. 21 von Niccolò Paganini.

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