Verwaltungssitz bei Wettbewerb des NRW-Heimatministeriums dabei – Videoclip online
Wie schön ist Rödinghausens Rathaus?

Rödinghausen (WB). Steht das schönste Rathaus Nordrhein-Westfalens in Rödinghausen? Sicher ist jedenfalls: Das altehrwürdige Gebäude geht bei einem Wettbewerb des NRW-Heimatministeriums an den Start – gemeinsam mit den Verwaltungssitzen von 70 anderen Kommunen.

Samstag, 01.02.2020, 14:04 Uhr aktualisiert: 01.02.2020, 14:40 Uhr
Rödinghauser Bürger haben den Verwaltungssitz der Wiehengemeinde für die Wahl zum „schönsten Rathaus in Nordrhein-Westfalen“ vorgeschlagen. Foto: Gemeinde Rödinghausen

Vorgeschlagen wurde das Klinkerhaus an der Alten Dorfstraße übrigens nicht von der Gemeinde selbst: Rödinghauser Bürger nominierten das Rathaus. „Der Vorschlag zeigt die Heimatverbundenheit der Menschen in unserer Gemeinde und macht uns natürlich auch ein wenig stolz“, sagt daher Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Im vergangenen Oktober hatte das Gemeindeoberhaupt von der Nominierung erfahren, als er plötzlich einen Anruf eines Ministeriums-Mitarbeiters aus Düsseldorf erhielt.

Bürger schlugen Gebäude vor

Doch was ist überhaupt der Anlass für den Wettbewerb? „Rathäuser sind die Heimat der Demokratie vor Ort. Sie sind die wichtigsten Zentren der Demokratie in unseren Städten und Gemeinden. Mit unserer Aktion wollen wir sie in den Mittelpunkt rücken”, liefert NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach den Grund.

Bis Ende Februar wird nun jedes teilnehmende Rathaus in einem kurzen Videoclip auf der Homepage des Ministeriums und in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Instagram, Youtube) vorgestellt. Haben sich alle Teilnehmer präsentiert, können die Internetnutzer über den Sieger abstimmen. Neben Rödinghausen ist aus dem Wittekindskreis übrigens auch Herford mit dabei. Während das Filmchen aus der Kreisstadt erst in einigen Tagen online geht, ist das Video aus Rödinghausen seit dem 29. Januar abrufbar. In dem 56-sekündigen Clip führt Ernst-Wilhelm Vortmeyer die Zuschauer durch seinen Amtssitz und erklärt, warum ausgerechnete dieser den Titel „Schönstes Rathaus in NRW“ verdienen würde.

Filmteam kam im November

Bereits im November war ein Filmteam aus der Landeshauptstadt nach Rödinghausen gekommen, hatte das Rathaus filmisch in Szene gesetzt. Dabei wird klar, die Geschichte des Hauses hat nicht nur was mit Kommunalpolitik zu tun.

Erbaut worden war das Gebäude anno 1896, also zur Kaiserzeit. Im Erdgeschoss eröffnete seinerzeit eine Apotheke. Später zog in das erste Obergeschoss eine Arztpraxis ein. Seit 1938 dienen die umgebauten ehemaligen Apothekenräume als Diensträume der Amts- und Gemeindeverwaltung. Das Obergeschoss wurde 1939 zur Dienstwohnung des Amtsdirektors. 1962 wurde erneut umgebaut. Erdgeschoss und 1. Obergeschoss werden seitdem von der Verwaltung genutzt. Das Dachgeschoss war damals als Hausmeisterwohnung ausgebaut worden, erhielt zwölf Gaubenfenster in der südlichen und westlichen Dachfläche. Heute nutzt die Verwaltung alle 19 Räume des Hauses.

Siegerehrung im März

„Zum Bau des heutigen Rathauses wurden damals Ziegel in einem mittleren und einem dunkleren Rot verwendet. Der dekorative Wechsel und die Anordnung der Fenster sowie der Eingangstür akzentuieren den repräsentativen Charakter des Gebäudes“, sagt Vortmeyer.

Das Gewinner-Rathaus soll übrigens am 28. März auf dem Heimat-Kongress des NRW-Ministeriums von Ministerin Ina Scharrenbach bekannt gegeben und ausgezeichnet werden. Über den Sieger abstimmen können die Internetnutzer bald auf der Homepage des Ministeriums .

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7230479?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F
Infektions-Kennziffer sinkt auf 56
In einem Testzelt hält eine Mitarbeiterin ein Röhrchen mit einer Nährlösung für einen Corona-Test in der Hand. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker