Arbeiten für 10-Euro-Millionen-Projekt in Bünde angelaufen – Betonboden muss doch neu Ärger über Gaffer auf Freibad-Baustelle

Bünde (WB). Die Vorbereitungen zum Abriss des alten Bünder Freibades laufen auf Hochtouren: In der nächsten Woche wird das Becken abgebrochen – und zwar komplett. Der Betonboden soll wohl doch nicht als Fundament für das neue Edelstahlbassin genutzt werden. Probleme gibt es zudem mit ungebetenen Gästen.

Von Daniel Salmon
Am Freitag wurde die Beckenfolie aus dem Nichtschwimmerbereich entfernt. 
Am Freitag wurde die Beckenfolie aus dem Nichtschwimmerbereich entfernt.  Foto: Daniel Salmon

„Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung hat ergeben, dass es Sinn macht, eine neue Betonplatte zu verwenden“, erklärt Dr. Marion Kapsa, seit letztem Dezember Geschäftsführerin der Bünder Bäder GmbH, bei einem Ortstermin. Die Kosten für das komplette Projekt beziffert sie auf nun knapp 10 Millionen Euro. Wie berichtet, wird das Land NRW den Neubau mit einer Summe von rund 3,9 Millionen Euro fördern .

Auf dem Gelände wird derzeit fleißig gearbeitet, Bagger fahren über das Areal, überall lagern riesige Erd- und Steinhaufen, die nach und nach abtransportiert werden „Seit dem 6. Januar ist das hier eine Baustelle“, sagt Peter Borheck, Projektleiter des mit dem Badabbruch beauftragten Unternehmens Kögel Bau.

Viele Bäume waren krank

In einem ersten Schritt waren zunächst mehrere Bäume gefällt worden. Ein Umstand, der in Bünder Facebook-Gruppen bei einigen Nutzern für Unmut gesorgt hatte. Bei der Maßnahme ging es jedoch nicht nur darum, Platz für den neuen Eingangsbereich, der sich nach Süden in Richtung Park verlagert, zu schaffen.

„Gut die Hälfte der Bäume, die gefällt wurden, war krank. Manche waren von Borkenkäfern befallen. Wir konnten sie nicht stehen lassen“, verdeutlicht Marion Kapsa. Andere Bäume, die auch bleiben sollen, sind mit Holzplanken vor möglichen Beschädigungen während der Bauarbeiten geschützt worden.

Ein Teil des Parkplatzes vor dem Schwimmbad ist mittlerweile abgezäunt, damit die Baufahrzeuge freie Zufahrt zum Badgelände haben. Eine geschotterte Baustraße, die quer über das Gelände verläuft, ist fast fertiggestellt.

Die Pflasterung um das Becken und vor dem Kassen- und Umkleidegebäude ist mittlerweile verschwunden – genauso die alte Tischtennisplatte. „Vor 25 Jahren konnten wir die sie bei der letzten großen Sanierungsmaßnahme noch retten. Aber nun bröckelt sie. Es wird eine neue geben”, sagt Badleiterin Kerstin Lech.

Ärger über Schaulustige

Seitlich vom Pool wurden Löcher ins Erdreich gebuddelt. „Wir müssen sehen, wie hoch das Grundwasser steht, das muss abgepumpt werden, bevor das Becken abgebrochen wird“, so Marion Kapsa.

Im Anschluss an den Abriss des Beckens soll der Sprungturm weichen, später das Freibadgebäude. „Wir liegen gut im Zeitplan, noch im Frühjahr sollen die Arbeiten für den Neubau starten“, so die Bäder-Chefin.

Kopfzerbrechen bereiten den Arbeitern nach Angaben von Projektleiter Borheck immer wieder Schaulustige. „Die kommen einfach auf das Gelände, machen Fotos und drehen sogar Videos. Das geht einfach nicht. Das Betreten der Baustelle ist natürlich verboten und gefährlich.“ Daher warnt er Unbefugte ausdrücklich davor, sich Zugang zu dem Areal zu verschaffen.

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