Kurt Haubrok für seinen Einsatz zum Erhalt der Pauluskirche geehrt
Kirche als kulturelles Zentrum

Bünde  (WB). Etwa 150 Jahre ist sie alt – die Pauluskirche im Zentrum von Bünde. Dass sie auch heute noch nicht nur ein lebendiger kirchlicher, sondern vor allem kultureller Mittelpunkt ist, verdanken die Bünder nicht zuletzt Kurt Haubrok. Als Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Pauluskirche Bünde hat er sich gut ein Jahrzehnt unermüdlich für das Gotteshaus eingesetzt, bevor er im April 2019 sein Amt niederlegte. Am Freitag wurde sein ehrenamtliches Engagement vom Vorstand des Fördervereins, von Bürgermeister Wolfgang Koch sowie von Pfarrer Rainer Wilmer (evangelische Lydia-Gemeinde) gewürdigt.

Samstag, 04.01.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 04.01.2020, 05:00 Uhr
Einsatz für die Pauluskirche: Pfarrer Rainer Wilmer, Kurt Haubrok, Christine Randermann (Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der Pauluskirche) und Bürgermeister Wolfgang Koch (von links) während der Feierstunde im Restaurant „Die Bank“. Foto: Hilko Raske

Die Zukunft der Kirche sei im Jahr 2008 ungewiss gewesen, sagte Bürgermeister Koch. Damals hätten verschiedene Optionen zur Diskussion gestanden. Als Reaktion darauf habe sich die Initiative für den Erhalt des Kirche gebildet – anfangs als Förderkreis, später als Förderverein. „Maßgeblicher Motor ist dabei Kurt Haubrok gewesen, der als Ideengeber und Initiator dazu beigetragen hat, dass sie heutzutage in erster Linie nicht als Kirche, sondern auch als Veranstaltungsort genutzt wird, der seit Jahren viele kulturelle Höhepunkte präsentiert“, so Koch. Der Bürgermeister erinnerte in diesem Zusammenhang an die zahlreichen Konzerte mit geistlicher Musik, den Auftritt der Prinzen oder den Fernseh-Gottesdienst.

In der zweifachen Nutzung als Kirchen- und Kulturort sehe er keinen Widerspruch, betonte Pfarrer Rainer Wilmer. „Dem Verein ist es immer wichtig gewesen, dass die Pauluskirche Kirche bleibt.“ Die Aufgabe der Kirche, nämlich die Kommunikation des Evangeliums, werde in der Pauluskirche in vielfältiger Form nachgekommen.

Kurt Haubrok hob hervor, dass großer Ideenreichtum und unzählige Helfer die Pauluskirche zu dem gemacht hätten, was sie heute ist: „Zu einem lebendigen kirchlichen und kulturellen Mittelpunkt im Herzen der Stadt.“ Er sei dankbar, dass man inzwischen auf 323 Veranstaltungen – Gottesdienste, Konzerte, Trauungen und Ausstellungen – zurückblicken könne. „Wir durften seit 2008 bis heute mehr als 125.000 Besucher begrüßen. Und mit der Hilfe von vielen Gönnern, Gaben und Stiftungen haben wir inzwischen 550.000 Euro für die Instandhaltung und Sanierung der Pauluskirche aufwenden können“, so sein Resümee.

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