Schmuddelwetter und Irritationen beim letzten Bünder Late-Night-Shopping in diesem Jahr
Ernüchterung statt Einkaufsspaß

Bünde (WB) Vereinzelte Besucher im Nieselregen statt Massen mit prall gefüllten Einkaufstaschen: Freilich hatte das ungemütliche Wetter einen großen Anteil daran, dass beim jüngsten Bünder Late-Night-Shopping kaum etwas los war – aber nicht nur.

Sonntag, 08.12.2019, 18:04 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 18:30 Uhr
Nieselregen und gähnende Leere: Vom Flair früherer Einkaufsnächte war beim jüngsten Bünder Late-Night-Shopping nichts zu spüren. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Vom Flair früherer Einkaufsnächte war am Freitagabend nichts zu spüren. Schon der Auftakt verlief eher unglücklich. Denn das letzte Bünder Late-Night-Shopping in diesem Jahr sollte mit einem Konzert der Familienrocker Krawallo am Tönnies-Wellensiek-Platz mit gleichzeitigem Besuch des Nikolauses starten. Da schräg gegenüber aber noch das Christbaumschmücken der Punkt-Apotheke im vollen Gange war, musste das Konzert nach Intervention von Apothekenbesitzer Reinhard Rokitta um eine Stunde nach hinten verschoben werden.

Chancen verpasst

Darin sah der anwesende stellvertretende Bürgermeister Martin Lohrie vor allem „nicht genutzte Potenziale“ und „verpasste Chancen“. „Wenn wir in Bünde schon solch ein überschaubares Angebot an vorweihnachtlichen Aktionen haben, muss man diese Kräfte doch bündeln und nicht gegeneinander arbeiten.“ Er würde sich für das nächste Jahr eine bessere Absprache wünschen.

„Nikolaus“ Sven Kampeter und der Handel-Bünde-Geschäftsführer Georg Kruthoff versuchten das Beste aus dieser Situation zu machen. Mit einem großen Sack voller Süßigkeiten und Obst zogen sie durch die Esch- und Bahnhofstraße und verteilten diese mit vorweihnachtlichen Grüßen. Viele Menschen waren nicht unterwegs. Die beschenkten Kinder freuten sich aber sichtlich über die Aktion. So machte der zweijährige Oscar auf dem Arm von Mutter Aileen Lawatsch große Augen, als ihm der Nikolaus einen Schokoriegel überreichte.

An einen Tisch setzen

„Ja, wir können die Uhr lesen, aber uns wurde gesagt, wir dürfen erst um 18 Uhr starten“, das konnte sich Krawallo-Frontmann Sebastian Dold zur Begrüßung nicht verkneifen. Dass die Musiker von Krawallo echte Profis sind, wurde ein weiteres Mal deutlich. Trotz unverschuldeter Verspätung und ekelhaftem ostwestfälischen Schmuddelwetter brachten sie die kleinen und großen Zuschauer mit ihrem Auftritt ordentlich in Stimmung.

Ansonsten war in der Fußgängerzone nicht viel los. Und bis auf eine mobile Band gab es auch kein weiteres Programm. Das war nicht nur im Vergleich zu früheren Bünder Einkaufsnächten enttäuschend. Viele Geschäfte schlossen schon zwischen 8 und 9 Uhr, also lange vor dem offiziellen Ende des Late-Night-Shoppings.

„Witterungsbedingt hat die Veranstaltung nicht den erwünschten Erfolg gebracht“, zog Kruthoff ein ernüchterndes Fazit. „Alle Beteiligten sollten sich für das nächste Jahr rechtzeitig an einen Tisch setzen und sich abstimmen, damit solche Überschneidungen nicht mehr passieren – und auch über ein größeres Rahmenprogramm nachdenken.“

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