Viele Unfälle: SPD will Hansastraße sicherer machen Tempo 50 statt 70 im Kreuzungsbereich

Bünde (WB). Die Hansa­straße (L557) im Kreuzungsbereich Muckumer Straße/Rilke­straße soll sicherer werden. Immer wieder ereigneten sich Unfälle in dem Abschnitt – zuletzt im September. Daher fordert die SPD in einem Antrag, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 50.

Von Kathrin Weege
Im Kreuzungsbereich Muckumer Straße/Rilkestraße kommt es auf der Hansastraße immer wieder zu Unfällen.
Im Kreuzungsbereich Muckumer Straße/Rilkestraße kommt es auf der Hansastraße immer wieder zu Unfällen. Foto: Kathrin Weege

Gerd Elbers (SPD) regte in der Sitzung des Verkehrsausschusses an, die Geschwindigkeitsbegrenzung bis hin zur Straße Im Krümpel auszudehnen. Sein Fraktionskollege Ralf Brinkmann erklärte: »Dort liegt der Hof Steckenpferd. Da sind jedes Wochenende bis zu 120 Kinder. Wir sollten schon gucken, dass wir die Stelle auch entschärfen.«

Abschüssiges Straßenstück

Er wies außerdem darauf hin, dass die Rilkestraße inzwischen viel befahren sei. Die Belastung der Straße sei mal deutlich überschaubarer gewesen. »Inzwischen haben beispielsweise Paketzusteller diesen Weg für sich als Abkürzung entdeckt«, so Brinkmann.

Der Kreuzungsbereich Muckumer Straße/Rilkestraße liegt im Ortsteil Muckum. Auf der viel befahrenen Hansastraße ist dort aktuell Tempo 70 erlaubt. »Aus Fahrtrichtung Bünde kommend befindet sich dieser Bereich auf einem abschüssigen Straßenstück. Dementsprechend steigt die Straße aus Richtung Rödinghausen kommend an. Bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen und die dort zulässige Höchstgeschwindigkeit ist die Hansastraße an dieser Stelle für alle Verkehrsteilnehmer schwer zu queren«, schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Antrag.

Gefahrensituation für Linksabbieger

Eine zusätzliche erhebliche Gefahrensituation entstehe durch Linksabbieger in diesem Bereich. Bereits mehrfach sei es insbesondere bei Linksabbiegern, die aus Richtung Bünde kommen, nicht nur zu brenzligen Situationen, sondern zu Auffahrunfällen im Kreuzungsbereich gekommen. »Die hohe Geschwindigkeit zusammen mit der abschüssigen Hansastraße führen dazu, dass ein abbiegendes Fahrzeug oft zu spät erkannt wird und der Bremsweg dann nicht ausreicht«, schreibt die SPD weiter.

Zur Entschärfung der Gefahrenstelle könnte beitragen, den Bereich, in dem die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern gilt, aus Fahrtrichtung Bünde kommend über das Ortsteilschild Muckum/Bünde hinaus bis hinter diesen Kreuzungsbereich auszudehnen, meinen die Sozialdemokraten.

Straßenbaulastträger entscheidet

Ebenso sollte vor diesem Kreuzungsbereich aus Richtung Rödinghausen kommend die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometern reduziert werden. »Zur weiteren Entschärfung soll eine Linksabbiegerspur dienen, wie sie an der Hansa­straße im Kreuzungsbereich Holzhauser Straße (Bünde) und Bahnhofstraße/Donoer Straße (Bieren) vorhanden ist.

Norbert Darnauer (UWG) merkte an, dass in dieser Angelegenheit nicht die Kommunalpolitik entscheide, sondern der Straßenbaulastträger. »Dennoch sollten wir uns eine Vorstellung davon machen, was wir uns an Maßnahmen erhoffen«, entgegnete Dr. Elmar Holstiege (Grüne).

Mit der Ergänzung, den Tempo-50-Bereich bis zur Straße Im Krümpel auszudehnen, stimmten alle Fraktionen dem Antrag zu und beauftragten die Verwaltung, sich mit dem zuständigen Straßenbaulastträger in Verbindung zu setzen, um die Hansastraße sicherer zu machen.

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