Schwerer Unfall auf der Engerstraße in Bünde – Polo gerät auf Gegenfahrspur – Autofahrer ignorieren Sperrungen VW kracht in Kühltransporter: 81-Jährige tot

Bünde (WB). Die Helfer sind schnell vor Ort, das Leben einer 81-Jährigen VW-Fahrerin aus Hiddenhausen können sie aber nicht mehr retten. Die Rentnerin ist am Mittwochmittag auf der Engerstraße mit ihrem Polo gegen einen Kühltransporter gekracht.

Von Daniel Salmon
Die Front des Polos der Hiddenhauserin ist bei der Kollision komplett zerstört worden.
Die Front des Polos der Hiddenhauserin ist bei der Kollision komplett zerstört worden.

Nach Angaben der Polizei ist die Seniorin in ihrem Kleinwagen gegen 11.45 Uhr in Fahrtrichtung Enger unterwegs als ihr Fahrzeug plötzlich in Höhe des Hunnebrocker Friedhofs auf die Gegenfahrspur gerät. Dort stößt der VW frontal mit einem Kühltransporter zusammen, der von einem 58-Jährigen aus Petershagen gelenkt wird. Durch die Wucht des Aufpralls wird die Front des Polo fast komplett eingedrückt. Der 26-Tonner wird offenbar nur leicht beschädigt.

Helfer schnell vor Ort

Zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr kommen kurz nach der Alarmierung auf dem Weg zum Hunnebrocker Gerätehaus an der Unfallstelle vorbei. »Sie haben angehalten, die Dame aus dem Unfallfahrzeug befreit und angefangen, sie zu reanimieren. Sie haben sofort erkannt, dass jede Sekunde zählt«, sagt Feuerwehrsprecher Lars Vienop. Kurz darauf treffen weitere Rettungskräfte ein, helfen bei den Wiederbelebungsversuchen. Für die 81-Jährige kommt allerdings jede Hilfe zu spät: Sie stirbt noch an der Unfallstelle.

Später gibt die Polizei an, dass die Seniorin nach Angaben eines Notarztes aufgrund gesundheitlicher Probleme auf die Gegenfahrspur gelenkt habe. »Ob die gesundheitlichen Probleme letztlich die Todesursache sind oder die Verletzungen, die sie durch den Unfall erlitten hat, ist unklar«, sagt Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier.

Ärger über andere Autofahrer

Knapp zwei Stunden bleibt der Bereich rund um die Unfallstelle gesperrt. Unter anderem wird der Unfall-Polo abgeschleppt. Die gekühlte Ware aus dem 26-Tonner muss umgeladen werden und die Einsatzkräfte räumen Trümmerteile von der Fahrbahn. Mehrere Nebenstraße werden dazu mit Pylonen gesichert. Einige Autofahrer stört das allerdings nicht: Sie umfahren die Sperren, wollen so wieder auf die Engerstraße gelangen – sehr zum Ärger der Feuerwehr. »So was ist echt unmöglich«, findet Lars Vienop und schüttelt den Kopf.

Kommentare

umfahren die Sperren,

diesen Autofahrern hätte man sofort den Führerschein für 3 Monate wegnehmen sollen. Dann würden die nie wieder so einen Mist verzapfen. DIe Strafen für Verkehrssünder sind leider viel zu gering.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7093706?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514621%2F