Woolworth-Komplex: Einzelhandel könnte sich mit Amandla-Idee anfreunden
»Lebensmittelmarkt würde City bereichern«

Bünde (WB). Die Ankündigung des Projektentwicklers Amandla, dass möglicherweise ein Lebensmittelmarkt in die ehemalige C&A-Fläche im Woolworth-Komplex einziehen könnte, stößt beim hiesigen Einzelhandel auf ein positives Echo.

Samstag, 09.11.2019, 04:19 Uhr aktualisiert: 09.11.2019, 05:01 Uhr
Ein Lebensmittelmarkt im Woolworth-Komplex? Die Bünder Einzelhändler würden das begrüßen. Foto: Daniel Salmon

»Das würde wirklich verdammt viel Sinn machen. Ein Lebensmittelmarkt würde die Angebotsvielfalt in der City auf jeden Fall bereichern. Ich fände das echt gut«, betont Georg Kruthoff, Geschäftsführer der Handel Bünde GbR. Der letzte Lebensmittelladen in der Innenstadt, die frühere Lidl-Filiale, die im jetzigen Gebäude des Fitnessstudios Injoy untergebracht war, hatte schon vor einigen Jahren geschlossen.

»So etwas fehlt hier einfach. Ein solcher Laden wäre auch ein attraktiver Frequenzbringer, der Kundschaft in die Stadt holen würde. Alle anderen Geschäfte könnten davon profitieren. Erst kauft man in der Fußgängerzone Schuhe, dann erledigt man seinen Wocheneinkauf«, sagt der Handel-Bünde-Chef. Der derzeit im Umbau befindliche Woolworth-Komplex wäre seiner Ansicht nach ein idealer Standort für einen solchen Laden.

Stadt hätte keine Bedenken

Wie exklusiv berichtet , hatte Amandla-Chef Lars Esser-Carius erklärt, dass er sich ein Lebensmittelgeschäft als Mieter in der stadtbildprägenden Immobilie gut vorstellen könne. »Mehrere Leute haben mich nach dem Bericht angesprochen, dass sie so etwas auch gut fänden«, erklärt Georg Kruthoff. In der Innenstadt gäbe es schließlich zahlreiche Beschäftigte, die in ihrer Mittagspause sicherlich gerne einen Supermarkt aufsuchen würden, um dort Besorgungen zu erledigen oder sich einen Snack zu besorgen. »Wir haben hier das Rathaus, das Finanzamt, viele Kanzleien und Ärzte«, zählt der Chef der Kaufmannschaft auf. Und weiter: »Ich bin wirklich gespannt, ob das mit dem Lebensmittelgeschäft klappt.«

Von Seiten der Stadtverwaltung gebe es jedenfalls keinerlei Bedenken oder Hürden mit Blick auf den möglichen Einzug eines Supermarktes in der Amandla-Immobilie an der Bahnhofsstraße. »Planungsrechtlich würde dem jedenfalls nichts im Wege stehen. Die Fläche liegt im zentralen Versorgungsbereich. Ein Lebensmittelgeschäft an der Stelle wäre somit möglich«, erklärte Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz gegenüber dieser Zeitung.

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